Gefährlicher Einsatz durch Waldbrand bei Bad Schwalbach
Waldbrand bei Bad Schwalbach - Was den Einsatz so gefährlich macht
Der Rauchgeruch zieht bis nach Wiesbaden: Bereits seit dem frühen Mittwochnachmittag ist die Feuerwehr im Wald bei Bad Schwalbach im Rheingau-Taunus-Kreis wegen eines Waldbrandes im Dauereinsatz. Die Feuerwehr hat die Ausbreitung der Flammen gestoppt, doch der Einsatz bleibt extrem gefährlich.
Rund 25.000 Quadratmeter Wald standen laut Feuerwehr zwischen dem Bad Schwalbacher Stadtteil Hettenhain und Taunusstein-Seitzenhahn zwischenzeitlich in Flammen – das entspricht einer Fläche von mehr als drei Fußballfeldern. Kreisbrandmeister Michael Ehresmann sagt im FFH-Gespräch, dass über Nacht eine weitere Ausweitung des Feuers erfolgreich verhindert wurde.
Gefahr durch umstürzende Bäume
Der Einsatz bleibt aber gefährlich: Für die Retter besteht demnach ein hohes Risiko, da bereits reihenweise verbrannte Bäume umgestürzt sind. Heute sollen bis zu 150 Einsatzkräfte weiter im Einsatz sein. Forstmitarbeiter sollen mit entsprechenden Maschinen dazukommen, um den Löscheinsatz abzusichern.
Im Brand-Hotspot bisher zu heiß
Weiteres Problem laut Ehresmann: Zum eigentlichen Brandfeld habe man im Wald noch gar nicht richtig vordringen können. Hier sei es bisher einfach zu heiß gewesen für die Einsatzkräfte.
Feuer auch auf Bad Schlangenbader Gemarkung übergegangen
Die Nachricht vom Brand habe die Behörden gegen 13.20 Uhr erreicht, sagte Bürgermeisterin Angela Strabone aus Bad Schwalbach in einer Videobotschaft. Man habe zur Lokalisierung der Stelle etwa 30 Minuten gebraucht. Das Feuer sei auch auf Bad Schlangenbader Gemarkung übergegangen.
Unwegsamer Wald
Bürgermeister Marco Eyring aus Schlangenbad sagte in der gleichen Videobotschaft: "Wichtig für die Bevölkerung: Es besteht aktuell keine Gefahr", sagte Eyring in der gleichen Videobotschaft. Das Feuer sei abseits der Siedlungsflächen in einem etwas unwegsamen Wald ausgebrochen. "Der Einsatz eines Löschhubschraubers musste zwischenzeitlich eingestellt werden, weil dies in Bezug auf Löscharbeiten problematisch für die Einsatzkräfte war."
Feuer an weiterer Stelle im Wald
Am Abend fing es dann noch an einer zweiten Stelle in der Nähe an zu brennen: eine rund 1.000 Quadratmeter große Waldfläche im Bereich von Bad Schwalbach-Fischbach. Dieser Waldbrand sei laut Feuerwehr eine eigenständige Einsatzstelle gewesen und stand nicht im Zusammenhang mit dem Waldbrand bei Bad Schwalbach-Hettenhain. Hier gab es am Donnerstagmorgen noch Nachlöscharbeiten.
Feuerwehrkräfte aus dem gesamten Landkreis
Feuerwehrkräfte aus dem gesamten Rheingau-Taunus-Kreis seien alarmiert worden, hieß es. Es wurde geprüft, wie genügend Wasser in das unwegsame Waldgebiet gebracht und eine dauerhafte Versorgung aufgebaut werden könne.
Große Hitze als Problem
Eine Einsatzkraft erlitt bei den Arbeiten einen Hitzekollaps und wurde leicht verletzt. Die Brandursache war zunächst unklar.
Viele Einsätze für die Feuerwehr
Für die Feuerwehr in Hessen gibt es aktuell viele Einsätze - auch bedingt durch die große Trockenheit.
Kommt bald Regen? Das Wetter im FFH-Land
Ebenfalls im Rheingau-Taunus-Kreis etwa hat ein brennendes Wohnmobil neben der A3 bei Niedernhausen ein Waldstück in Brand gesetzt. Und auch bei Lauterbach-Heblos im Vogelsbergkreis gab es bis zum späten Abend einen großen Flächenbrand.