Bundesweiter Schülerstreik - Schüler gehen gegen Wehrdienst auf Straße
In Kassel sind am Donnerstagmorgen ab 10 Uhr rund 600 Schüler auf die Straße gegangen, um gegen eine Einführung der Wehrpflicht zu demonstrieren. FFH war vor Ort und hat mit den Schülern gesprochen.
Besonders auffällig dabei waren die Worte “ich will nicht an die Front” und “niemand fragt uns, sondern das wird über unsere Köpfe hinweg beschlossen”. Warum man ausgerechnet in der Schulzeit die Demo ansetzt - “um mehr Aufmerksamkeit zu bekommen”, hieß es.
Was heißt Wehrdienst?
Dabei wussten die meisten Demonstranten offenbar nicht, was genau hinter einem Wehrdienst steckt. Denn schließlich wird keiner, auch bei Einführung einer Wehrpflicht, dazu gezwungen Hand an eine Waffe zu legen oder gar an die Front zu gehen. Zudem fragt man sich, ob die jüngere Generation gar nicht weiß, dass bis 2011 die Wehrpflicht Bestand hatte. Damals wurde übrigens auch keiner gefragt, ob man zur Musterung will.
“NATO wird uns schon retten”
Nachgehakt bei den Jugendlichen, ob man denn seine Freiheit nicht verteidigen wolle, entgegnen einige “ich glaube nicht, dass Deutschland angegriffen wird, allein schon wegen der NATO.” Frei nach dem Motto: “Wasch mich, aber mach mich nicht nass.”
Renten werden erhöht
Während die junge Generation auf der Straße gegen eine Wehrdienst demonstrierte, wurde in Berlin die Rente erhöht. Die Bezüge steigen ab dem 1. Juli um 4,24 Prozent. Ob die Schüler, die jetzt gegen die Wehdienst auf die Straße gegangen sind, in 50-60 Jahren noch eine Rente beziehen können?