Überraschende Wende nach Raub - Überfall in Grebenstein war vorgetäuscht
Ein angeblicher Raubüberfall auf einen Discounter in Grebenstein hat sich als frei erfunden entpuppt. Wie Polizei und Staatsanwaltschaft mitteilen, sollen ein Mitarbeiter und zwei Komplizen die Tat nur vorgetäuscht haben.
Mittlerweile haben die Verdächtigen gestanden und die Beamten konnten große Teile der Beute sicherstellen.
Markt-Angestellter verstrickt sich in Widersprüche
Zunächst sah alles nach einem schweren Raub aus. Doch bei der Befragung am Tatort verstrickte sich ein Angestellter des Marktes laut Polizei in Widersprüche. Dadurch schöpften die Kriminalbeamten schnell Verdacht, dass sich die Tat ganz anders abgespielt haben könnte.
Durchsuchungen nach falschem Spiel
Im Zuge der weiteren Ermittlungen gerieten neben dem Mitarbeiter noch zwei weitere junge Männer in den Fokus. Sie sollen den falschen Überfall gemeinsam geplant und durchgezogen haben. Auf Antrag der Staatsanwaltschaft Kassel rückten die Ermittler daraufhin mit Durchsuchungsbeschlüssen aus.
Bargeld, Drogen und ein Schlagring
In den Wohnungen eines 20- und eines 22-Jährigen wurden die Beamten fündig. Dort stellten sie nicht nur große Teile des erbeuteten Bargelds aus dem Discounter sicher. Den Angaben zufolge entdeckten die Polizisten auch Betäubungsmittel und einen Schlagring.
Verdächtige legen Geständnis ab
Konfrontiert mit den Beweisen gaben die beiden Männer schließlich zu, dass es nie einen echten Raubüberfall gegeben hatte. Ein anfänglicher Verdacht gegen eine weitere Person bestätigte sich laut Polizei indes nicht. Die Ermittlungen wegen des Vortäuschens einer Straftat laufen weiter.