Großeinsatz in Willingen - 800 Strohballen in Flammen
In Willingen-Eimelrode stand eine 60 Meter lange Scheune mit rund 800 Strohballen in Vollbrand. Wegen der enormen Hitze und knappen Löschwassers wurde der Einsatz für die Feuerwehr zur Belastungsprobe. Landwirte und Anwohner eilten den rund 100 Einsatzkräften zur Hilfe.
Als die ersten Einsatzkräfte vor Ort eintrafen, brannte das riesige Strohlager den Angaben zufolge bereits lichterloh. Eine schnelle Rettung der Halle war laut Feuerwehr nicht mehr möglich.
Wasserversorgung wird zur Herausforderung
Das örtliche Hydrantennetz lieferte nicht genug Wasser. Deshalb richteten die Einsatzkräfte umgehend einen Pendelverkehr mit Tanklöschfahrzeugen ein. Unterstützung bekam die Feuerwehr dabei von örtlichen Landwirten. Unter anderem brachten sie einen großen Tanklastwagen mit rund 30.000 Litern Fassungsvermögen an die Brandstelle. Zusätzlich pumpten die Einsatzkräfte Wasser aus dem direkt vorbeifließenden Bach „Mülmecke“.
Anwohner versorgen erschöpfte Retter
Bei Temperaturen von etwa 30 Grad gerieten die Feuerwehrleute in ihrer schweren Schutzausrüstung an körperliche Grenzen. Eine Einsatzkraft erlitt wegen der Hitze Kreislaufprobleme und musste vom Rettungsdienst vor Ort behandelt werden, ein Transport ins Krankenhaus war aber nicht nötig. Um die Belastung gering zu halten, wurden die Trupps regelmäßig ausgetauscht. Anwohner versorgten die erschöpften Retter zudem mit Essen und kühlen Getränken.
Alle Strohballen durch Feuer zerstört
Die rund 800 gelagerten Rundballen wurden durch die Flammen komplett vernichtet. Warum das Feuer ausbrach, ist aktuell noch unklar. Auch zur genauen Höhe des Sachschadens liegen der Polizei derzeit noch keine Angaben vor.