Polizei gräbt Garten um - Mord in Kassel oder alles nur erfunden?
Mit Bagger und Leichenspürhunden haben Ermittler in einem Garten in Kassel nach Spuren eines Mordes gesucht - aber den gab es wahrscheinlich gar nicht.
Ein 27-Jähriger hatte einer Person aus seinem persönlichen Umfeld erzählt, dass er einen Obdachlosen im Streit auf seinem Anwesen erschlagen und dort vergraben habe. Passiert sein soll das bereits im Sommer vergangenes Jahr. Erst etwa ein Jahr später hat sich die Person deswegen an die Polizei gewendet.
Garten in Bettenhausen umgegraben
Die Ermittler ließen daraufhin bereits am 28. Oktober den Garten des 27-Jährigen im Stadtteil Bettenhausen umgraben. Bei der Grabung wurde laut Staatsanwaltschaft allerdings nichts entdeckt. Weder Blut noch Leichenteile seien gefunden worden, bestätigte ein Sprecher. Auch eingesetzte Leichenspürhunde hätten nicht angeschlagen.
Aussage war nicht ernst gemeint?
Gegenüber den Polizeibeamten habe der Beschuldigte bei der Durchsuchung spontan geäußert, dass seine Angaben nicht ernst gemeint gewesen seien.
Ermittlungen gehen weiter
Die Ermittlungen wegen des Verdachts des Totschlags gegen den Mann dauern nach Angaben der Staatsanwaltschaft an. Der 27-Jährige befinde sich auf freiem Fuß, seine Vernehmung stehe noch aus, hieß es. Die Polizei prüft laut einer Sprecherin, ob er die Kosten des Einsatzes tragen muss.