Für 16,2 Millionen Euro - Stadt Fulda kauft Goodyear-Gelände
Die Stadt Fulda kauft das Goodyear-Areal. Damit macht sie von ihrem Vorkaufsrecht Gebrauch. Das hat der Magistrat der Stadt Fulda in seiner Sitzung am Montag beschlossen, teilt die Stadt in einer Pressemitteilung mit.
"Parteiübergreifend herrschte im Magistrat darüber Einigkeit, dass der Erwerb des rund 16,2 Hektar großen Geländes durch die Stadt die beste Lösung für eine zukunftsfähige Entwicklung des Geländes darstellt, nachdem der ursprüngliche Erwerber, die W&L logistics GmbH i.G. aus Frankfurt, mit seinem Konzept die Stadt nicht hatte überzeugen können.
16,2 Millionen Euro
Inklusive Steuern, Kaufnebenkosten etc. rechnet die Stadt mit Kosten von ca. 16,2 Millionen Euro für den Erwerb über den Vorkauf. Im Haushalt 2026 sei eine entsprechende Summe bereits verankert und vom Regierungspräsidium Kassel genehmigt worden.
“Kraftakt”
„„Das ist ein finanzieller und organisatorischer Kraftakt, den wir im Interesse einer zukunftsfähigen Entwicklung Fuldas zu stemmen haben“, kommentierte OB Dr. Heiko Wingenfeld das Votum des Magistrats. Umso wichtiger sei die Tatsache, dass die weitreichende Entscheidung nach eingehender Prüfung einmütig getroffen worden sei. Für die weitere Entwicklung seien nun verschiedene Szenarien absehbar, die jeweils eine komplexe juristische Komponente haben. Die Stadt sei auf alle Szenarien vorbereitet und habe sich darüber hinaus externen Sachverstand gesichert, betonte der Oberbürgermeister.
Arbeitsplätze schaffen
Ziel sei der langfristige Erhalt und die Weiterentwicklung der Gewerbefläche in ihrer Funktion als Arbeits- und Produktionsstandort. Die Stadt plant, das Areal neu zu parzellieren, “um kleinteilige diversifizierte Gewerbeansiedlungen zu ermöglichen, das Areal in städte-baulicher Hinsicht insgesamt aufzuwerten, bestehende Baulandreserven zu nutzen, die andernfalls erforderliche Nutzung von Außenbereichsflächen zu verhindern und das Entstehen einer signifikante, mit der Vornutzung vergleichbare Anzahl adäquater Arbeitsplätze zu ermöglichen”.