Heiner Lauterbach bei Silvia am Sonntag
Heiner Lauterbach im FFH-Talk - Ich habe viel Glück im Leben gehabt
Heiner Lauterbach spielt im Kinofilm „Ein Münchner im Himmel", der am 14.05.26 in die Kinos kommt, den Vater der Hauptfigur. Ist das noch das München, so wie er es von früher kannte? „Ich lebe ja am Starnberger See und fahre nach München eigentlich nur, wenn es sein muss. Ich habe ja fast in jedem Teil, an jeder Straße in Schwabing schon mal gelebt in den 40 Jahren und da hat sich schon vieles verändert. Aber München ist immer noch sehr schön."
Heiner Lauterbach im Talk bei Silvia, Sonntag ab 10 Uhr.
Ein Film über Kommunikation und Beziehungen
Es ist ein Film, bei dem es viel um verpasste Gelegenheiten geht, um Beziehungen, besonders zwischen Vater und Sohn und auch Vater und Tochter.
„Der Film zeigt, dass wir oft Kommunikationsprobleme haben, da entstehen die meisten Irritationen. Wenn wir alle mehr aufeinander eingehen würden, einander mehr zuhörten, wäre vieles einfacher, auch aus gesellschaftlicher Sicht."
Das Gute: Man könne versuchen, es zu ändern. „Es ist nie zu spät im Leben, es sei denn, man kippt vom Stuhl und ist tot, dann ist es zu spät."
Trailer zu „Ein Münchner im Himmel"
Vater-Tochter-Beziehung und Tochter Maya
Lauterbach, der mit seiner Frau Viktoria einen Sohn und eine Tochter hat, hat auch noch einen Sohn aus der Beziehung mit Katja Flint. Im Gespräch mit Silvia Stenger erwähnt er, nicht nur Vater-Sohn-Beziehungen seien speziell. „Die Vater-Tochter-Beziehung ist auch speziell, auf eine andere Art und Weise. Aber ich habe zu meiner Tochter zum Beispiel auch ein unglaublich inniges, sehr intensives und einzigartiges Verhältnis." Seine Tochter heißt Maya, wie seine Mutter. „Ja, das war eine Idee von meiner Frau, die ich dann gerne aufgenommen habe, und meine Mutter hat sich da auch sehr darüber gefreut."
Leidenschaft schlägt Talent
Für Lauterbach, der auch angehende Schauspieler an der Macromedia Hochschule unterrichtet, ist Leidenschaft wichtiger als Talent. „Ich habe da viel drüber nachgedacht, und nach langem Überlegen habe ich mich für die Leidenschaft entschieden. Ich glaube, dass dieser Beruf gerade über eine längere Zeit hinweg ohne Leidenschaft nicht durchführbar ist." Für Lauterbach gilt das aber auch für andere Berufe. „Man muss nicht Raumfahrer sein oder Popstar, um Leidenschaft zu entwickeln. Man kann auch einen ganz normalen Beruf mit Leidenschaft füllen, Lehrer oder Gärtner, Busfahrer oder Bäcker."
Meet your Master - Wissen mit Leidenschaft teilen
Leidenschaft, das ist auch das, was er an „Meet your Master" schätzt, der Lernplattform, die er zusammen mit seiner Frau gegründet hat. Ob Anke Engelke, Reinhold Messner oder Jonas Kaufmann - Experten teilen hier ihr Wissen. „Das ist ja eigentlich gar nicht zu bezahlen, solche Gespräche. Eine Nacht am Lagerfeuer mit Reinhold Messner, acht Stunden, wenn der dir was erzählt über sein ganzes Leben, diese Erfahrungen, die er gemacht hat." Ein absoluter Wunschkandidat, den er noch nicht angefragt hat, wäre Paul McCartney. „Ihn fände ich toll als Master, mit ihm persönlich würde ich sehr gerne etwas aufnehmen, er ist ein Mensch, der viel zu erzählen hat, besonders was Musik betrifft."
Einmal Köln-Fan, immer Köln-Fan
Lauterbach, der in Köln geboren ist, bleibt FC-Köln-Fan. „Wenn du einmal eine Zugehörigkeit hast, dann lässt sich das nicht kontrollieren. Leider. Ich habe schon mit dem Gedanken gespielt, mich hypnotisieren zu lassen und Bayern-Fan zu werden, weil es mir dann wesentlich besser ginge. Ich sage ja am Wochenende auch immer zu meinem Freund: Was haben wir denn eigentlich für ein Hobby, dass wir uns jedes Wochenende ärgern? Das kann ja nicht sein."
Alles eine Frage des Glücks
„Letztendlich ist alles Glück", so bilanziert Lauterbach sein bisheriges Leben. „Das hätte auch komplett anders laufen können. Das waren so viele Zufälle, gerade die Rolle beim Film ‚Männer', dass ich die gekriegt habe, reines Glück." Dass David Dietl, der Sohn des bekannten Regisseurs Helmut Dietl, den Film „Ein Münchner im Himmel" gedreht hat, war ein großes Glück. „Der David hat viel von seinem Vater geerbt, aber ist dabei noch, sagen wir mal, wesentlich empathischer und verbreitet eine tolle Atmosphäre am Set. Ich kann das sagen über Helmut, ich mochte ihn sehr, ein großartiger Regisseur, aber kein einfacher Mensch, das wusste jeder."