Großeinsatzübungen in Hessen - Darum sind 200 Einsatzkräfte vor Ort
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Hessen wird am Samstag (25. April) gleich an mehreren Stellen laut und bunt: Sirenen, Blaulicht, Löschfahrzeuge.
Von Nordhessen bis in den Süden, aber keine Sorge das sind nur Großübungen.
Nordhessen
Waldbrand in Schauenburg
In Schauenburg-Breitenbach bei Kassel trainieren rund 100 Einsatzkräfte einen fiktiven Wald- und Vegetationsbrand in einem unwegsamem Gelände, nach einer langen Trockenperiode. Drei Katastrophenschutzlöschzüge aus Bad Emstal/Naumburg, Habichtswald/Zierenberg und Schauenburg selbst rücken gemeinsam mit dem Roten Kreuz aus.
Keiner weiß wann der Alarm kommt
Die besondere Herausforderung: Das Löschwasser muss über eine weite Strecke durch den Wald herangeschafft werden. Ein Wechselladerfahrzeug mit Abrollbehälter Löschwasser ist auch mit dabei. Der Clou: Die Einsatzkräfte wissen zwar, dass sie an diesem Tag üben, aber weder wann der Alarm kommt, noch wo es hingeht oder was sie erwartet.
Rhein-Main
Mainhausen: Wasser direkt aus dem Main
Ein über 1,7 Kilometer Ähnliches Szenario im Kreis Offenbach: In Mainhausen trainieren rund 80 Einsatzkräfte die Löschwasserversorgung über lange Strecken, bis zu 1.700 Meter. Das Besondere hier: Das Wasser wird unter anderem direkt aus dem Main entnommen.
Zusammenarbeit mit anderen Einsatzkräften
Mehrere Einheiten aus dem Kreis Offenbach sowie überörtliche Kräfte aus Stockstadt sind dabei. Im Fokus: das reibungslose Zusammenspiel aller Beteiligten, denn genau das entscheidet im Ernstfall über Erfolg oder Misserfolg.
Osthessen
A66-Tunnel Neuhof
200 Einsatzkräfte unter der Erde: Am A66-Tunnel bei Neuhof findet eine der größten Übungen des Tages statt. Die Einsatzkräfte trainieren, was passiert, wenn im Tunnel etwas schiefläuft wie zum Beispiel Feuer, Unfall oder Gefahrstoffe.
Unterirdische Übungen sind sehr wichtig
„Diese unterirdische Verkehrsanlage regelmäßig zu beüben ist extrem wichtig, denn dort ist einiges an Technik verbaut, die die Einsatzkräfte beherrschen müssen." erklärt Kreisbrandinspektor Adrian Vogler.
Tunnel gesperrt
Mit dabei sind Feuerwehren aus Neuhof, Fulda, Flieden, Eichenzell und Kalbach, außerdem Polizei, Rettungsdienst, die Autobahn GmbH und der Landkreis Fulda. Achtung: Der Tunnel ist dafür am Samstag von 7:30 Uhr bis vorraussichtlich 13:30 Uhr gesperrt, Umleitungen werden eingerichtet.