Neue Schwimmhalle in Alzey - Freibad deshalb für zwei Sommer dicht
Die Stadt Alzey erhält eine neue Schwimmhalle. Das Freibad wird dafür zwei Sommer nicht nutzbar sein. Was geplant ist.
In Alzey entsteht eine neue Schwimmhalle. Die Pläne dafür wurden nun vorgestellt. Ziel ist es, moderne Sport- und Erholungsmöglichkeiten zu schaffen.
Folgen für das Freibad
Während des Umbaus bleibt das Freibad in den Jahren 2028 und 2029 geschlossen. Die Saison 2027 ist also die letzte. Bürgermeister Steffen Jung sagte auf einer Bürgerversammlung: “In einer Zeit, in der vielerorts Schwimmbäder schließen, treffen wir in Alzey eine andere Entscheidung: Wir investieren in die Zukunft – und das für die nächsten dreißig bis vierzig Jahre.” Zwar ist die Bauphase mit großen Einschränkungen verbunden, doch sei es die richtige Entscheidung, “um den Standort und die Vereine langfristig zu stärken”, so der Bürgermeister.
So soll das neue Bad aussehen
Das Herzstück der neuen Anlage ist ein 25-Meter-Kombibecken mit zehn Metern Breite, in dem künftig auch außerhalb der Freibadsaison wieder geschwommen werden kann. Die Wassertiefe variiert zwischen 0,90 und 2,00 Metern. Auf einer Seite des Beckens sind Startblöcke vorgesehen, die sich der Schwimmclub zu Trainingszwecken gewünscht hat.
Neue Umkleiden, Duschen und Toiletten
Die neue Halle entsteht auf dem Gelände des Wartbergbades: Der bestehende Eingangs- und Sanitärbereich wird vollständig abgerissen und durch einen modernen Neubau ersetzt – mit Schwimmhalle, neuen Umkleiden, Duschen, Sanitäranlagen, einem gemeinsamen Kassenbereich für Freibad und Schwimmhalle sowie einem Kiosk. Die gesamte Technik zieht in einen rund vier Meter hohen Kellerbereich unter der neuen Halle. Eine bauliche Herausforderung: Das Gebäude muss buchstäblich in den Wartberg eingegraben werden – in einen felsigen Untergrund, in dem auch der hohe Grundwasserspiegel eine Rolle spielt.
Ab Frühjahr 2030 wieder Wasser im Becken
Ab Frühjahr 2030 soll der Freibadbetrieb wieder möglich sein. Die Schwimmhalle selbst nimmt dann ab Herbst 2030 den Betrieb auf. Die Außenanlagen werden im laufenden Freibadbetrieb 2030 fertiggestellt.
Warum bleibt das Freibad während Bauphase nicht offen?
Für Alzey heißt es: Zwei Jahre kein Freibad. Falk Schuler, Geschäftsführer der Bädergesellschaft, betont: „Wir haben keine leichtfertige Entscheidung getroffen. Aber ein Notbetrieb auf einer aktiven Baustelle wäre für unsere Gäste keine akzeptable Lösung gewesen. Wir wollen, dass das Wartbergbad, wenn es wieder öffnet, von Anfang an in vollem Umfang zur Verfügung steht. Und das nach einer möglichst kurzen Bauzeit."
Kosten und Finanzierung
Die Kostenschätzung weist Gesamtkosten von rund 11,7 Millionen Euro aus. Nach Abzug der Bundesförderung von 3,28 Millionen Euro verbleiben rund 8,4 Millionen Euro als Eigenanteil – getragen gemeinsam vom Bäderbetrieb und der Stadt Alzey. Ein Teil des Sondervermögens des Bundes soll hierfür verwendet werden, um das Wartbergbad fit für die nächsten Jahrzehnte zu machen.