Arbeitslosenzahlen im Juni - Wie sieht es in Osthessen aus?
Während die Arbeitslosigkeit im Juni gegenüber dem Vormonat teilweise gesunken ist, sieht es im Vergleich zu den vergangenen Jahren noch nicht so gut aus, berichten die Arbeitsagenturen.
Besonders Jugendliche unter 25 Jahren trifft die aktuelle Unsicherheit: Die Zahl der jugendlichen Arbeitslosen ist teils deutlich gestiegen. Eine positive Konstante bleibt die Integration zugewanderter Menschen.
Landkreis Fulda
Mit 5.087 arbeitslosen Personen und einer Quote von 3,9 Prozent bleibt Fulda der beste Arbeitsmarkt der Region. Die Quote sank gegenüber dem Vormonat leicht. Im Jahresvergleich zeigt sich jedoch ein Anstieg um 4,3 Prozent. Besonders junge Menschen (unter 25 Jahren) verzeichnen ein Plus von 21,8 Prozent. Ausnahme: Bei Menschen ohne deutschen Pass sank die Arbeitslosigkeit um 6,8 Prozent. „Menschen mit Migrationsgeschichte kommen zunehmend auf dem Arbeitsmarkt in unserer Region an. In vielen Branchen könnten viele Leistungen ohne die Unterstützung aus dem Ausland bereits heute nicht mehr erbracht werden“, erklärt Katharina Henkel, Leiterin der Agentur für Arbeit Bad Hersfeld-Fulda
Landkreis Hersfeld-Rotenburg
Die Arbeitslosigkeit blieb mit 3.046 Personen nahezu stabil. Die Quote liegt bei 4,7 Prozent. Der Jahresvergleich zeigt allerdings einen deutlicheren Anstieg um 9,7 Prozent. Junge Menschen sind besonders betroffen (+17,1 Prozent). Während die Zahl deutscher Beschäftigter nur um ein Prozent wuchs, verdreifachte sich die Zahl ausländischer Arbeitskräfte. 8.259 der 49.512 Beschäftigten haben keinen deutschen Pass. Jeder siebte Azubi-Bewerber hat einen Migrationshintergrund.
Vogelsbergkreis
Der Vogelsbergkreis verzeichnet 2.452 arbeitslose Personen mit einer Quote von 4,3 Prozent - unverändert zum Vorjahr. Im Monatsvergleich stieg die Arbeitslosigkeit um 18 Personen. Insgesamt zeigt sich hier eine stabilere Entwicklung als in den anderen Landkreisen, ohne signifikante Verschärfung gegenüber dem Vorjahr.