Ausbildungsstart in Hessen - Warum viele Bock aufs Handwerk haben
Hessens Betriebe suchen so wenige Auszubildende wie noch nie seit Beginn der Daten-Erfassung 2006. Rund 27.500 Stellen meldet die Arbeitsagentur jetzt kurz vor dem Beginn des Ausbildungsjahres.
Zurückzuführen sei das vor allem auf die wirtschaftliche Flaute. Die Zahlen zeigen: Vor allem die Industrie knickt ein.
Handwerk bei jungen Menschen beliebt
Ein Lichtblick ist dagegen das Handwerk: Auch wenn hier ebenso wirtschaftliche Sorgen durchschlagen, bleibt die Branche bei den Azubi-Stellen vergleichsweise stabil und wird beliebter bei jungen Menschen. Baufirmen aus Limburg und Fulda teilen diesen Eindruck, berichten sie auf Nachfrage von HIT RADIO FFH.
Ein großer Faktor scheint dabei zu sein, dass die Jobs in der Zukunft nicht so einfach von KI ersetzt werden können.
Viele Azubi-Stellen unbesetzt
Auffällig ist, dass sehr viele Stellen - insgesamt rund 13.000 - zuletzt noch unbesetzt waren. Die Arbeitsagentur appelliert an die Unternehmen, bei der Auswahl flexibler zu werden. Auch wenn die Noten der Bewerber nicht stimmen, könne man es ja mit Probearbeiten versuchen.
Deutliches Stadt-Land-Gefälle
Hessenweit ist auf dem Ausbildungsmarkt ein relativ deutliches Stadt-Land-Gefälle zu erkennen. In den Ballungsräumen kommen auf eine Ausbildungsstelle teils deutlich mehr Bewerber als in den ländlichen Regionen. Die Arbeitsagentur fordert deshalb auch von den Bewerbern Flexibilität ein: Der Wunschberuf müsse realistisch bewertet und möglicherweise angepasst werden.