Genügend Fachärzte in Fulda? - Stadt startet Untersuchung mit Hochschule
Auf dem Papier gibt es in der Region Fulda eigentlich genug Fachärzte. In der Realität warten Patienten aber oft lange auf Termine oder werden von Praxen gar nicht erst aufgenommen. Die Stadt und die Hochschule Fulda wollen diesem Problem nun mit einer groß angelegten Untersuchung auf den Grund gehen.
Laut der Kassenärztlichen Vereinigung Hessen gilt die Region Fulda bei der allgemeinen fachärztlichen Versorgung rechnerisch als überversorgt. Dennoch finden viele Menschen kaum eine Praxis, in der sie noch als Neupatienten unterkommen, heißt es von der Stadt Fulda. Die reine Statistik bilde die Lage vor Ort offenbar nicht vollständig ab.
Start der Versorgungsanalyse
Um mögliche Engpässe frühzeitig zu erkennen, hat die Stadt eine wissenschaftliche Analyse beauftragt. Das Projekt wird von der Hochschule Fulda durchgeführt. Oberbürgermeister Heiko Wingenfeld betont den Angaben zufolge, dass man als Stadt aktiv werden wolle. Entscheidend dürfe nicht nur die rechnerische Versorgungslage sein, sondern der tatsächliche Zugang zur medizinischen Behandlung.
Alltag in den Arztpraxen
Die Studie richtet sich in erster Linie an niedergelassene Fachärzte aus der Stadt und dem Landkreis. Studierende erfragen in einer Umfrage unter anderem die Organisation der Terminvergabe, Personalengpässe und bürokratische Hürden. Das Team der Hochschule bietet Medizinern zusätzlich vertiefende und vollständig anonymisierte Interviews an, um die Herausforderungen aus erster Hand zu verstehen.
Erfahrungen der Patienten
Aber auch die Perspektive der Bürger ist ein wichtiger Teil der Untersuchung. Patientinnen und Patienten können über eine Online-Umfrage der Hochschule schildern, wie sie die Suche nach einer geeigneten Facharztpraxis ganz konkret erleben. Die Stadt erhofft sich durch die gesammelten Daten der Analyse, die Entwicklung der medizinischen Versorgung in der Region künftig besser steuern zu können.
Direkter Link zur Umfrage für Fachärztinnen und Fachärzte: https://ww3.unipark.de/uc/MasterProjekt_Gress/fd89/
Direkter Link zur Umfrage für Patientinnen und Patienten: https://ww3.unipark.de/uc/MasterProjekt_Gress/bbed/