Obdachlose leiden in der Kälte - Wie der Pflasterlaster in Frankfurt hilft
Bei der klirrenden Kälte der vergangenen Wochen kämpfen viele Obdachlose ums nackte Überleben. “Diesen Kampf versuchen wir zu unterstützen”, sagt Oliver Pitsch. Er und seine Johanniter-Kollegen fahren jede Woche mit dem “Pflasterlaster” ins Frankfurter Bahnhofsviertel.
Der Pflasterlaster ist ein umgebauter Rettungswagen, der - wie der Name schon vermuten lässt - einfache und niedrigschwellige medizinische Versorgung bietet. Die ist dringend nötig: Das harte Leben auf der Straße und in vielen Fällen auch Drogenkonsum setzen den Menschen stark zu.
Vom Pflaster bis zur komplexen Wundversorgung
Viele haben Wunden an Armen und Beinen, die bei der enormen Kälte schlechter heilen und sich bei Nicht-Behandlung oft auch noch entzünden. “Vom kleinen Pflaster, über Impfung bis hin zur komplexen Wundversorgung”, erklärt Pitsch, biete der Pflasterlaster vieles, damit die Menschen besser durch den Alltag kommen.
Hilfe ist gefragt
Der Besuch unseres Reporters vor Ort zeigt: Diese Hilfe ist gefragt. Schon nach wenigen Minuten bittet der erste vorbeikommende Patient um ein Pflaster. Pro Abend seien es zwischen 7 und 25 Personen, die behandelt werden, berichtet Pitsch. Der Pflasterlaster hält immer mittwochs und sonntags in der Moselstraße.
Spezieller Schlafsack schützt vor Kälte
Neben der medizinischen Versorgung bekommen Obdachlose hier auch den sogenannten “Sheltersuit” - einen Mantel mit angenähtem Schlafsack, der Körperwärme speichert und vor Nässe schützt. Pitsch und sein Team hoffen, dass die Nächte für die Menschen damit erträglicher werden.
Wenn's demnächst wieder wärmer wird, bleiben sie mit ihrem Angebot vor Ort. “Auch der Sommer hat seine Herausforderungen. Dann helfen wir, damit die Menschen nicht dehydrieren.”
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Verwendungszweck: Pflasterlaster