Mega-Rechenzentrum in Maintal? - Warum es den Anwohnern stinkt
Diese eine Anlage braucht so viel Strom wie eine Großstadt, sagen Kritiker. In Maintal wird gerade intensiv über den geplanten Bau eines großen Rechenzentrums im Stadtteil Dörnigheim diskutiert.
Dabei geht's nicht gar nicht mal um das Rechenzentrum und dessen Sinnhaftigkeit, sondern um den enormen Energiebedarf: Dieser kann nicht über das bestehende Stromnetz abgedeckt werden, deshalb soll ein eigenes Gaskraftwerk her.
Anwohner fürchten Belastungen
Die Folge: Lärm, hohe Sicherheitsgefahr und CO2 in bislang nie dagewesenen Dimensionen, klagen Anwohner im Gespräch mit HIT RADIO FFH, die sich mit einem Appell an die Politik gewandt haben. Sie laden am Freitagabend (20. Februar) um 18 Uhr zu einer Info-Veranstaltung ins Evangelische Gemeindezentrum Maintal-Dörnigheim, um Einzelheiten zu erklären.
Betreiber: Projekt nicht außergewöhnlich
Der Betreiber “Edgeconnex” hält dagegen: Das Ausmaß sei wesentlich geringer als von den Anwohnern befürchtet. “Wir bestätigen gerne, dass es deutlich größere Projekte im Raum Rhein-Main gibt”, teilt das zuständige Planungsbüro in Frankfurt schriftlich auf unsere Anfrage mit.
Entscheidung vertagt
Bürgermeisterin Monika Böttcher verweist auf ein schriftliches Statement der Stadt. Demnach ist das Gaskraftwerk von den städtischen Gremien “nicht gewünscht”. Jetzt sollen erst einmal weitere Prüfungen stattfinden, das Parlament hat nach längerer Diskussion eine Entscheidung über den Bau vertagt - bis nach der Kommunalwahl.