Kommunalwahl in Offenbach - Ex-Karnevalsprinz macht AfD-Rückzieher
Ein ehemaliger Karnevals-Prinz steht auf der Kommunalwahl-Liste der AfD, tritt aber gar nicht an: Der Offenbacher Dennis Renner hat seine Kandidatur nach unseren Infos zurückgezogen. Zuerst hatte die Offenbach Post berichtet.
Vor drei Jahren winkte er noch als Prinz Dennis I. vom Fastnachtswagen, jetzt tauchte er mit vollem Namen - Dennis Renner - auf der AfD-Liste für die Kommunalwahl auf. Das sorgte in Offenbach für viel Gesprächsstoff. “Wir sind eine bunte Stadt. Und das passte nicht zusammen”, sagt etwa Simon Isser vom Offenbacher Karneval Verein im Gespräch mit unserem Reporter.
Kandidatur war “nie beabsichtigt”
Wie wir wissen, hat Renner seine Kandidatur inzwischen offiziell beim Wahlleiter zurückgezogen. Auf Nachfrage von HIT RADIO FFH wollte er sich nicht zu dem Vorgang äußern. Der Zeitung hatte Renner gesagt, auf der Liste aufzutauchen sei “nicht beabsichtigt” gewesen und "bedauerlicherweise auf eine Unaufmerksamkeit meinerseits” zurückzuführen.
Was passiert mit den Stimmen?
Trotzdem steht der Name des früheren Prinzen jetzt auf der AfD-Liste bei der Kommunalwahl. Die Wahlzettel waren schon gemacht, als er seinen Verzicht erklärt hat - was zu einer speziellen Situation führt, denn die Regelung ist: Auch wenn ein Bewerber zurücktritt - so wie Renner es getan hat - werden die Stimmen gewertet. Das erklärt eine Rathaus-Sprecherin auf unsere Nachfrage.
Kein Rückzieher vom Rückzieher
“Im Falle seiner Wahl rückt die nächste Person auf der Liste nach”, heißt es weiter. Maximal kann die AfD in Offenbach aber nur sechs Abgeordnete stellen - mehr stehen nicht auf der Liste.
Einen Rückzieher vom Rückzieher kann Dennis Renner übrigens nicht machen - sein Verzicht auf einen möglichen Platz im Stadt-Parlament ist unwiderruflich.