Mehr Verkehrsunfälle in Hessen - Was laut Minister "besorgniserregend" ist
Vor allem junge Menschen und E-Scooter-Nutzer verunglücken häufiger. Dennoch gibt es in Hessens Unfallbilanz auch positive Entwicklungen. Das Land will mit neuen Konzepten gegensteuern.
Ein dichterer und vielfältigerer Verkehr führt auf Hessens Straßen zu mehr Unfällen. Besondere Sorge bereiten Innenminister Roman Poseck (CDU) E-Scooter und steigende Unfallzahlen bei jungen Erwachsenen.
Infrastruktur kann oft nicht mithalten
"Mehr zugelassene Fahrzeuge, eine wachsende Vielfalt an Verkehrsmitteln – von E-Scootern über Pedelecs bis hin zu Lastenrädern – und eine Infrastruktur, die mit dieser Entwicklung oft nicht Schritt halten kann, erhöhen das Unfallrisiko auf unseren Straßen erheblich", sagte Poseck bei der Vorstellung der Verkehrsunfallbilanz im Frankfurter Polizeipräsidium.
Weniger Todesfälle als vor zehn Jahren
Die hessische Polizei registrierte im vergangenen Jahr 150.286 Verkehrsunfälle. Dabei kamen 199 Menschen ums Leben, 3.230 wurden schwer und 22.567 leicht verletzt. Im Vergleich zu 2024 stieg die Zahl der Unfälle um 2,3 Prozent, die Zahl der Todesopfer blieb nahezu unverändert. Vor allem sind es sehr viel weniger Todesfälle als vor zehn Jahren, wie der Innenminister berichtet.
“Besorgniserregender Anstieg” bei E-Scooter-Unfällen
Einen "besorgniserregenden Anstieg" gebe es jedoch bei der Zahl der Unfälle mit E-Scootern. Die hessische Polizei zählte im vergangenen Jahr 1.505 Unfälle mit diesen Fahrzeugen - fast 40 Prozent mehr als 2024. Fünf Menschen starben bei Scooter-Unfällen, vier von ihnen waren jünger als 25 Jahre. Auch sonst sind junge Menschen besonders häufig in Unfälle verwickelt.