Macheten-Attacke in Kelkheim - Polizei sucht Videos und Fotos der Tat
Nach dem tödlichen Macheten-Angriff in Kelkheim sitzt ein 60-Jähriger in Untersuchungshaft. Er soll laut Polizei seine 58 Jahre alte Ehefrau getötet haben. Die Ermittler suchen jetzt gezielt nach Aufnahmen der Tat.
Um das genaue Geschehen aufzuklären, wendet sich die Kriminalpolizei an mögliche Zeugen. Wer den Vorfall fotografiert oder gefilmt hat, wird dringend gebeten, das Material zur Verfügung zu stellen.
Spezielles Hinweisportal eingerichtet
Dafür haben die Beamten ein eigenes Online-Portal freigeschaltet. Laut Polizei dient das Sammeln der Dateien ausschließlich der Ermittlungsarbeit. Zeugen müssen den Angaben zufolge keine rechtlichen Nachteile befürchten, wenn sie ihre Aufnahmen teilen.
Tat in Kelkheim auf offener Straße
Vor einer Woche wurde die 58-Jährige auf offener Straße nahe dem Marktplatz mit einer Machete getötet. Tatverdächtig ist ihr Ehemann. Laut Staatsanwaltschaft fügte der 60-Jährige ihr mindestens 30 Stich- und Schnittverletzungen im Bereich von Kopf, Hals, Nacken und Oberkörper zu. Das Paar lebte seit rund drei Jahren getrennt. Demnach akzeptierte der Mann ihren Scheidungswunsch nicht. Die Staatsanwaltschaft nennt als Motiv „übersteigertes Besitzdenken und Eifersucht".
Viele Zeugen
Die Tat wurde von fast 30 Augenzeugen beobachtet, darunter viele Kinder und Jugendliche. Drei mutige Männer (28, 17 und 32 Jahre alt) überwältigten und fixierten den Täter, bis die Polizei eintraf. Bürgermeister Albrecht Kündiger würdigte ihren Mut ausdrücklich und kündigte eine Ehrung an.