Feuerwehreinsatz in Frankfurt - Krähe hängt in umstrittenen Kunstwerk
Eine scheinbar schwebende Konstruktion für zwei Millionen Euro in der Frankfurter Innenstadt sorgt weiter für Diskussionen. Nun musste die Feuerwehr einen Vogel daraus befreien.
Die neue, millionenteure Kunstinstallation in der Frankfurter Innenstadt bietet weiter Diskussionsstoff. Nun hat sich nach Angaben der Stadt eine Rabenkrähe darin verfangen und musste von der Feuerwehr gerettet werden. "Der Vorfall widerspricht allem, was der Stadt Frankfurt auf Grundlage der bisherigen fachlichen Einschätzung bekannt war", heißt es in einer Erklärung des Kulturdezernats dazu.
Kunstwerk sollte eigentlich vogel-sicher sein
Die Stadt nehme die Situation ernst und kläre den Sachverhalt. "Es wird analysiert, ob und welche konkreten Konsequenzen daraus zu ziehen sind und ob die Situation fachlich neu bewertet werden muss", heißt es weiter in der Mitteilung. Die bisherige Einschätzung beruhe auf der fachlichen Bewertung, dass die Netzkonstruktionen der Künstlerin Janet Echelman für Vögel sicher seien.
"Unerwartete Situation"
Der Rabenkrähe gehe es gut, sie sei wieder freigelassen worden, erklärte die Stadt. Der Vorfall stelle die Stadt vor eine unerwartete Situation.
Netze, die zum Einfangen von Vögeln verwendet werden, hätten sehr kleine Maschen, die Netze der US-Künstlerin bestünden dagegen aus dickeren Seilen mit deutlich größeren Maschenweiten, die an Formen und Strukturen erinnerten, wie sie auch in der Natur vorkämen. Daher würden sie von Fachleuten als geringe Gefahr für Vögel und andere Tiere eingestuft.
2 Millionen Euro Kosten
Das Kunstwerk mit dem Titel "A Sky Full of Hope - Earthtime 1.78 Frankfurt" hängt über der Konstablerwache. Bisher war geplant, dass das zwei Millionen Euro teure transparente Gebilde dort drei Jahre hängen bleibt. Unter anderem die Kosten hatten für Kritik gesorgt.