Rollendes Parlament am Römer - Schüler erfahren Demokratie im Bus
In einem schwarzen Linienbus auf dem Römer entscheiden Frankfurter Schulklassen gerade über einen fiktiven Klassenausflug - ganz demokratisch, mit Handzeichen und Diskussion. Was nach Spielerei klingt, soll den Kindern zeigen, wie Politik wirklich funktioniert.
Am Freitag stand der sogenannte Demokratiewagen auf dem Frankfurter Römerberg. Der umgebaute schwarze Linienbus dient als eine Art rollendes Parlament, in dem Schulklassen gemeinsam Entscheidungen treffen müssen. Organisiert wird das Projekt vom Verein "Mehr als wählen".
Ein Bus als Erfahrungsraum für Demokratie
Der 20 Meter lange Bus tourt regelmäßig durch Frankfurt und die Stadtteile. Ziel ist es, Politik zugänglicher zu machen und demokratische Prozesse für junge Menschen erklärbar und greifbar zu gestalten - aus Sicht der Veranstalter ein Anliegen, das angesichts der aktuellen gesellschaftlichen Lage besonders wichtig erscheint.
Klassenfahrt als demokratische Übung
Bei ihrem Besuch im Bus übten die Schülerinnen und Schüler den demokratischen Entscheidungsprozess an einem alltagsnahen Beispiel: Sie sollten gemeinsam abstimmen, wohin ein fiktiver Schulausflug mit dem Bus gehen soll. So sollten sie am eigenen Erleben nachvollziehen, wie Aushandlung, Diskussion und Mehrheitsentscheidung in der Praxis funktionieren.
Wo der Bus als Nächstes steht
Der Demokratiewagen ist auch in den kommenden Wochen und Monaten in Frankfurt und Umgebung im Einsatz, unter anderem an der Berta-Jordan-Berufsschule im Oktober sowie erneut an der Evangelischen Akademie Frankfurt am Römerberg im November. Weitere Informationen zu Terminen und zur Möglichkeit, den Bus für eigene Veranstaltungen zu nutzen, gibt es beim Verein "Mehr als wählen" online.