Wegen Schockanrufen: Mutter und Sohn aus Frankfurt angeklagt
Schockanrufe bei alten Menschen - Mutter und Sohn aus Frankfurt angeklagt
Ein angeblicher Unfall, eine panische Stimme am Telefon, dann die Forderung nach einer Kaution: Mit dieser Masche sollen eine 39-Jährige und ihr 20-jähriger Sohn aus Frankfurt ältere Menschen in Hessen und Bayern abgezockt haben. Jetzt müssen sich die beiden vor Gericht verantworten.
Die Generalstaatsanwaltschaft Frankfurt am Main hat gegen die Frau und ihren Sohn Anklage wegen versuchten banden- und gewerbsmäßigen Betruges erhoben. Die Mutter wurde im August 2026 nach einem Fahndungserfolg in Rumänien festgenommen und ausgeliefert, der Sohn bereits im Mai 2026. Beide sitzen in Untersuchungshaft.
Schockanrufe aus Spanien
Als Teil einer international agierenden Gruppierung sollen die beiden aus dem spanischen Ausland heraus als sogenannte "Keiler" potenzielle Opfer in Deutschland angerufen haben - dabei gaben sie sich als Angehörige aus, die angeblich einen tödlichen Verkehrsunfall verursacht hatten.
Keine Geldübergabe in sechs Fällen
Weitere Bandenmitglieder übernahmen anschließend die Rolle eines Polizeibeamten und forderten eine "Kaution". Zu einer tatsächlichen Geldübergabe kam es in keinem der insgesamt sechs Fälle.
Taten in Hessen und Bayern
Der Sohn reiste Ende Februar 2026 nach Alicante und soll im März drei Fälle in Hanau und Landshut telefonisch angegangen sein, dabei gab er sich unter anderem als Sohn und als "psychologischer Betreuer" aus. Die Mutter soll im Februar 2026 ebenfalls aus Alicante in drei Fälle in Obernbreit, Karlstein am Main und Kahl am Main angerufen haben.