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BASF in Ludwigshafen: Chefwechsel in unruhigen Zeiten

BASF in Ludwigshafen - Chefwechsel in unruhigen Zeiten

Markus Kamieth wird neuer Chef von dem Chemieriese BASF. 
© dpa

Markus Kamieth wird neuer Chef vom Chemieriesen BASF. 

Markus Kamieth, derzeitiger Asienchef von BASF, wird den Konzern nach der Hauptversammlung im April 2024 als neuer Chef führen. Auf ihn warten schwere Aufgaben. Der Ludwigshafener Dax-Konzern kämpft wie die gesamte Chemiebranche mit hohem Kostendruck und einer schwachen Nachfrage. 

Markus Kamieth löst damit den langjährigen Konzernlenker Martin Brudermüller ab. Der Abschied des 62-Jährigen stand bereits länger fest.

Neue Impulse für BASF

Der promovierte Chemiker Kamieth vereine strategischen Weitblick sowie operative Umsetzungsstärke und werde den Geschäften und Teams bei BASF neue Impulse geben, sagte Aufsichtsratschef Kurt Bock über den künftigen Chef bei dem Chemieriesen. Der Manager habe während seiner vielen beruflichen Stationen in Deutschland, den USA und Asien hervorragende Ergebnisse für BASF erzielt.

Große Herausforderungen

Der Asien-Experte übernimmt den Chemiekonzern in unruhigen Zeiten. Wie die gesamte weltweite Chemiebranche leidet BASF unter einer schwachen Nachfrage und dem Anstieg der Energiepreise - der Konzern ist der größte industrielle Gasverbraucher hierzulande. Im dritten Quartal gingen der Umsatz und das operative Ergebnis bei dem Konzern deutlich zurück. Unter dem Strich wurde wegen Problemen bei der Öl- und Gastochter Wintershall sogar ein Verlust verbucht. 

Einige Chemieanlagen stillgelegt

Das Management will mit einem Tritt auf die Kostenbremse, der Drosselung von Investitionen und dem Abbau von Lagerbeständen den Abwärtstrend stoppen. So hat BASF bereits den Abbau von unterm dem Strich 2600 Stellen weltweit angekündigt, fast zwei Drittel davon sollen auf Deutschland entfallen. Am Hauptsitz Ludwigshafen legt der Konzern wegen hoher Energiepreise mehrere Chemieanlagen still. Davon sind nach früheren Angaben weitere 700 Stellen in der Produktion betroffen.

China-Kurs schon länger in der Kritik

Der noch amtierende Vorstandschef Brudermüller verwies beim Blick auf die Branchenkrise zuletzt stets auf die immer schwieriger werdenden Bedingungen in Europa. Er beklagte wiederholt teure Energie und zu viel Regulierung. Das Unternehmen werde zwar weiter nicht nur in China und den USA, sondern auch in Europa investieren. Der Heimatmarkt mache dem Chemiekonzern aber zunehmend Sorgen.

Kein Kurswechsel erwartet

China gilt mit milliardenschweren Investitionen als Wachstumsmarkt der Zukunft für den weltgrößten Chemiekonzern. Brudermüller hatte beim vergangenen Aktionärstreffen des Chemieriesen angekündigt, das Unternehmen strebe an, auch weiterhin hochprofitabel in China zu wachsen. Da mit Markus Kamieth als Vorstandschef ein ausgewiesener Asienexperte das Ruder bei der BASF übernimmt, ist nicht von einem Kurswechsel auszugehen.

Brudermüller geht zu Mercedes-Benz

Der BASF-Betriebsrat begrüßte die Bekanntgabe des Chefwechsels noch vor Weihnachten. "Gerade in kritischen Zeiten ist es wichtig, dass Verantwortlichkeiten geklärt sind und kein Vakuum entsteht", teilte der Vorsitzende Sinischa Horvat mit. Der künftige Vorstand stehe vor immensen Herausforderungen. Brudermüller soll nach seinem Ausscheiden im Frühjahr den Vorsitz des Mercedes-Benz-Aufsichtsrats übernehmen.

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