Reisebuskontrollen in Südhessen - Kaputte Bremsen und 12 Kilo Fleisch
In Südhessen kontrollieren Einsatzkräfte insgesamt 24 Reisebusse - und stellen bei einigen so gravierende Mängel fest, dass sie nicht weiterfahren dürfen. Außerdem machen sie einen kuriosen Fund.
Mehr als 60 Einsatzkräfte haben Reisebusse in Südhessen kontrolliert - und teilweise gravierende Mängel festgestellt. Nur sechs von insgesamt 24 Bussen seien bei den Kontrollen ohne Beanstandung geblieben, teilte die südhessische Polizei mit. In vier Fällen hätten die Busse gar nicht mehr weiterfahren dürfen.
Bus konnte nicht mehr bremsen
Ein Reisebus aus Osteuropa sei wegen eines Defektes in seiner Bremsanlage nicht mehr in der Lage dazu gewesen, zu bremsen. Dazu habe er "noch weitere erhebliche Mängel" aufgewiesen. An einem Bus aus der Balkanregion hätten die Einsatzkräfte ebenfalls Schäden an der Bremsanlage festgestellt.
Fahrzeug verliert Sprit
Auch an einem südosteuropäischem Reisebus gab es der Polizei zufolge "erhebliche Mängel" - der Abgasfilter war nicht in Betrieb, das Fahrzeug verlor Kraft- und Schmierstoffe und war stark angerostet. An einem weiteren Bus aus Osteuropa sei die Abgasreinigung außer Betrieb gesetzt worden; des Weiteren seien dessen Reifen abgefahren gewesen.
Mann hat zwölf Kilo Schweinefleisch im Gepäck
In allen vier Fällen hätten die Fahrgäste in Ersatzbussen weiterfahren müssen. Für die Verstöße hätten die Beamtinnen und Beamten außerdem insgesamt eine Sicherheitsleistung von ungefähr 22.000 Euro erhoben. Zusätzlich machten die Einsatzkräfte einen kuriosen Fund im Gepäck eines Fahrgastes. Der Mann habe illegal zwölf Kilogramm Schweinefleisch mit sich geführt. Das Veterinäramt habe die Ware sichergestellt, um diese vorsorglich auf den Erreger der afrikanischen Schweinepest zu untersuchen.