Spektakuläre Erfrischung - Pavillon bringt Sprühnebel nach Darmstadt
Ein fünf Meter hoher Kühlturm sorgt jetzt mitten in Darmstadt für Erfrischung: Zwischen Hessischem Staatsarchiv und Welcome Hotel steht ein begehbarer Hitzeschutzpavillon. Die Anlage versprüht feinen Wassernebel und soll so Passanten in der Innenstadt abkühlen.
Das futuristisch anmutende Bauwerk besteht laut Hochschule Darmstadt aus Wasserrohren, einem feinen Gerüstnetz und Terrassendielen. Es soll Linderung bei hohen Temperaturen bieten und gleichzeitig als urbanes Naturerlebnis dienen. Studierende aus der Architektur und dem Bau- und Umweltingenieurwesen haben ihn entworfen, geplant und gebaut.
Abkühlung durch Verdunstung
Von oben versprüht der Pavillon regelmäßig einen feinen Wassernebel. Durch die Verdunstung kühlt das Bauwerk die direkte Umgebung um mehrere Grad ab, heißt es von den Verantwortlichen der Hochschule Darmstadt. Das verwendete Gerüstnetz umhüllt die Rohre wie eine zarte Haut und sorgt zudem für einen Abperleffekt.
Klang wie Sommerregen
Die Anlage ist aber nicht nur zum Anschauen gedacht. Sitzbänke sind rund um und direkt im Pavillon platziert. Dort klinge der Sprühnebel wie ein leichter Sommerregen, berichtet das studentische Projektteam. Der Ort soll zum Verweilen und zum sozialen Austausch in kühler Umgebung einladen.
Ergebnis eines Wettbewerbs
In einem internen Wettbewerb der Hochschule setzte sich der Entwurf schließlich gegen 20 andere Ideen durch. Professoren unterstützten das Team unter anderem bei der ressourcenschonenden Materialwahl und der sicheren Statik für Wind und Wetter.
Weitere Anlagen für 2027 in Planung
Die Wissenschaftsstadt Darmstadt hat das Bauwerk in Kooperation in die Innenstadt geholt. Zuvor stand der Pavillon bereits im Metzlerpark in Frankfurt am Museum für Angewandte Kunst. Laut Klimaschutzdezernent Michael Kolmer ist das Gemeinschaftsprojekt mit der Hochschule erst der Auftakt: In Zukunft soll es in Darmstadt noch weitere Sprühnebelanlagen zwischen Bäumen und an Gebäuden geben.