Närrischer Zoff in Wiesbaden - Darum ist die Zugente jetzt eine Gans
Seit über 20 Jahren rollt in Wiesbaden die sogenannte “Zugente” auf dem letzten Wagen des großen Fastnachtsumzugs. Doch damit ist jetzt Schluss: Grund ist ein Zoff mit den närrischen Nachbarn aus Mainz.
Denn auch hier bildet traditionell die “Zugente” den Abschluss des Rosenmontagsumzugs. Die riesige Entenfigur thront wie in Wiesbaden auf einem Wagen und macht mit dem närrischen Wortspiel deutlich: Der Zug ist vorbei. Jetzt kommt die Putzkolonne.
Mainz macht bei der Ente ernst
Problem aus Wiesbadener Sicht: Schon vor einiger Zeit hat der Mainzer Carneval-Verein den Begriff “Zugente” als Marke rechtlich schützen lassen. Und damit ist es den Narren auf der anderen Rheinseite offiziell untersagt, die Aufschrift auf ihrem Wagen auch zu nutzen. Jahrelang habe das niemanden gestört, beteuern die Wiesbadener Verantwortlichen. Doch in diesem Jahr verstehen die Mainzer bei der “Zugente” keinen Spaß mehr.
Genau genommen eine Gans
Die Wagenbauer in der hessischen Landshauptstadt müssen sich also etwas einfallen lassen - und schauen sich ihre Ente nochmal ganz genau an. Es fällt auf: Die Ente sieht mit ihrem weißen Gefieder eigentlich gar nicht aus wie eine Ente, sondern eher wie eine Gans. “Doch plötzlich rief ein kluger Mann, schaut euch die Ente doch mal an. Kleine Entchen wie man weiß, die sind Gelb, aber uns`re ist Weiß”, schreibt der Verein in einem launigen Social-Media-Beitrag.
Ente gut, alles gut
Aus dem Zoff um die Ente entwickeln die Wiesbadener somit kurzerhand eine kreative Idee: Für den großen Umzug, der am Sonntag ab 12:11 Uhr durch die Straßen der Stadt rollt, bekommt der letzte Wagen eine neue Aufschrift. Statt der “Zugente” beendet das närrische Treiben nun die “Gans am End”. Damit sollten dann auch die Mainzer Nachbarn einverstanden sein.