Busstreik in Wiesbaden: Das müsst ihr am Freitag wissen
Warnstreik in Wiesbaden - Das sollten Buspendler am Freitag wissen
In Wiesbaden müssen sich Pendlerinnen und Pendler erneut auf Einschränkungen einstellen: Die Gewerkschaft Verdi ruft für Freitag (20.02.) zu einem weiteren Warnstreik im Nahverkehr der Landeshauptstadt auf. Damit werden voraussichtlich alle Linienbusse ausfallen bzw. Verspätungen haben.
Damit geht die Warnstreik-Serie weiter: Zuvor hatte die Gewerkschaft Verdi für diesen Donnerstag vor allem in Frankfurt sowie in Marburg und Gießen zu ganztägigen Arbeitsniederlegungen im öffentlichen Nahverkehr aufgerufen hat.
Beginn ab der Frühschicht
In Wiesbaden sind Beschäftigte der Wiesbadener Verkehrsgesellschaft ESWE dazu aufgerufen, sich an dem Warnstreik zu beteiligen. Damit sind Buspendler betroffen. Der befristete Ausstand solle mit der Frühschicht beginnen und mit der letzten Schicht enden, teilte die Gewerkschaft Verdi mit. Der Aufruf richte sich an rund 1.200 Beschäftigte.
Wende in Tarifverhandlungen
Mit den Aktionen reagierten die Beschäftigten, für die der Tarifvertrag Nahverkehr TV-N gelte, auf eine unerwartete Wende kurz vor Schluss der dritten Runde der Tarifverhandlungen für den öffentlichen Personen-Nahverkehr in Hessen, hieß es. Dabei hatten die Arbeitgeber nach Verdi-Angaben zwei neue Bedingungen auf den Verhandlungstisch gelegt.
So wollten sie eine seit über zehn Jahren tariflich vereinbarte Zulage zur Mitarbeitergewinnung kürzen. Die Zulage solle mit künftigen Tariferhöhungen verrechnet werden. Außerdem solle eine ebenfalls tariflich seit langem gültige Aufstockung des Krankengelds gekürzt werden, so die Gewerkschaft.
Verhandlungen in allen Bundesländern
Die ÖPNV-Verhandlungen werden von Verdi in allen Bundesländern geführt. Es geht in Hessen nicht um die Gehälter der Beschäftigten, sondern um die Arbeitsbedingungen nach dem Manteltarifvertrag. Die vierte Verhandlungsrunde steht am 25. Februar an.
Dabei soll es schwerpunktmäßig um die Eingruppierung von Tätigkeiten gehen, wie der für Busse und Bahnen zuständige Verdi-Gewerkschaftssekretär Jochen Koppel zuvor gesagt hatte. Der Warnstreik-Tag in Wiesbaden wird bereits der vierte im laufenden Tarifkonflikt sein.
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