Bundesrat stimmt ab - Schnellerer Einsatz für Auslandsärzte?
Ausländische Ärzte sollen schneller in Deutschland arbeiten können - um so den Fachkräftemangel im Medizin-Bereich zu lindern. Der Bundesrat stimmt morgen darüber ab, ob das Anerkennungs-Verfahren einfacher wird – auf eine Initiative von Hessen hin.
Der Bundesrat wird am Freitag (8. Mai) über ein neues Gesetz entscheiden, das es erleichtern soll, ausländische Berufsqualifikationen von Ärzten, Zahnärzten, Apothekern und Hebammen in Deutschland anerkennen zu lassen. Der Bundestag hat dem Gesetz bereits zugestimmt. Das Thema wurde unter anderem von der hessischen Landesregierung initiiert.
Kenntnisprüfung soll zeigen, was Ärzte können
Gesundheitsministerin Diana Stolz begrüßt den Schritt und betont die Bedeutung der Vereinfachung der Anerkennungsverfahren. Sie kritisiert bisherige komplizierte Vorgaben, bei denen Ärztinnen und Ärzte aus Drittstaaten akribisch nachweisen mussten, dass ihre Ausbildung den deutschen Standards entspricht. Zukünftig wird ein direkter Zugang zur Kenntnisprüfung möglich sein, wodurch der Dokumentenaufwand entfalle.
Weniger Papierkram
Vereinfacht gesagt: Der Papierkram soll übersprungen werden und ausländische Ärzte sollen direkt zeigen, was sie können - in eben jenerKenntnisprüfung, mit verschiedenen Wissens-Tests. Damit soll der Fokus stärker auf die Prüfungen der fachlichen Qualifikation gelegt werden statt auf umfangreiche Papierdokumentationen.
Mehr digital
Stolz hebt hervor, dass die Digitalisierung der Antrags- und Dokumentenprozesse ein weiterer Bestandteil des Gesetzes ist. Anträge können dann elektronisch eingereicht werden, was den Prozess beschleunigen soll. Sollte der Bundesrat dem Gesetz zustimmen, tritt es am 1. November in Kraft.