33 Tote durch Mega-Hitze - Wiesbaden verstärkt Schutzmaßnahmen
33 Menschen sind während der letzten Extrem-Hitze alleine in Wiesbaden ums Leben gekommen. Die Stadt ist angesichts dieser Zahlen alarmiert und appelliert an die Bürger.
Bei einer Pressekonferenz betonten Oberbürgermeister Gert-Uwe Mende und andere Vertreter die Bedeutung gemeinschaftlicher Vorsorge.
Steigende Temperaturen erfordern Maßnahmen
Untersuchungen des Deutschen Wetterdienstes zeigen: Bis 2060 steigen heiße Tage und Tropennächte in Wiesbaden an. Oberbürgermeister Mende ruft die Bürger zur Wachsamkeit auf, vor allem für Nachbarn, Freunde und Familie. Regelmäßige Unterstützung sei besonders an heißen Tagen unabdingbar, um größere Gefahren zu vermeiden. Dabei helfen auch Tipps auf der städtischen Webseite.
Notfallversorgung stark gefordert
Die Hitze belastet auch die Notfallkräfte. Norbert Hagner vom Rettungsdienst hob hervor, dass extreme Hitze die Einsätze und Krankenhausaufenthalte drastisch erhöht. Ein Vergleich zeigt: An einem sehr heißen Wochenende stiegen Rettungseinsätze um 42 Prozent. Hagner betont, Notfälle sollten vermieden werden, um die Einsatzbereitschaft für kritische Fälle zu sichern.
Einfacher Hitzeschutz für alle
Dr. Katharina Ferrari-Kühne vom Gesundheitsamt appelliert an die Eigenverantwortung jedes Einzelnen. Besonders gefährdete Menschen sollten beachtet werden, und man solle Menschen und Tiere niemals in abgestellten Fahrzeugen lassen. Die Stadt hat auch einen Verwaltungsstab eingesetzt, um Maßnahmen zu koordinieren und umzusetzen.
Kühlere Orte und Informationen
Wiesbaden bietet den klimatisierten Raum 22 im Rathaus als Zufluchtsort an heißen Tagen. Zudem wurde ein Hitze-Telefon eingerichtet, um Fragen zu beantworten. Ein Flyer mit Verhaltensregeln wird an die Haushalte verteilt. Alle Informationen sind auf der Webseite der Stadt verfügbar.