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Diese Spieleklassiker spielen wir alle falsch

Regelkunde für Besserwisser - Diese Spiele spielen wir alle falsch!

Die Regeln von Uno, Mensch ärgere dich nicht oder Monopoly kennt doch jeder? Von wegen! Wer die Anleitung wirklich einmal liest, stellt fest, dass wir viele Spieleklassiker schon immer falsch spielen.

Wie kann es sein, dass wir bei absoluten Spieleklassikern wie Uno oder Mensch ärgere dich nicht die Regeln nicht kennen? Die meisten spielen diese Spiele ja schon vom Kindesalter an. Und genau da liegt Experten zufolge das Problem: Die Regeln dieser Spiele werden meistens mündlich weiter gegeben - einer erklärt dem anderen wie das Spiel funktioniert, das Regelheft liest kaum jemand. Und wie beim "Stille Post" spielen können sich so Missverständnisse oder falsche Regeln über Generationen halten. Und das muss ja nicht unbedingt schlecht sein - solange sich alle über die Regeln einig sind. Trotzdem haben wir für euch die Regelhefte gewälzt und zahlreiche Spiele gefunden, die wir alle schon immer falsch spielen.

Uno: Die Sache mit der +4

© dpa

Rund um das beliebte Kartenspiel gibt es eine ganze Reihe falscher Regeln. Vor allem die +2 und +4 Karten werden in vielen Uno-Runden falsch verwendet. Zum einen gibt es laut offiziellen Regeln kein "verlängern". Das heißt, wenn eine +2 oder +4 gelegt wird, dann muss der nächste Spieler zwei oder vier Karten nehmen. Ohne Ausnahme. Es ist nicht erlaubt eine weitere +2 Karte zu spielen, um die Strafkarten an den nächsten Spieler weiter zu geben.

Noch weiter verbreitet dürfte der Irrtum sein, dass eine +4 Karte jederzeit gelegt werden kann. Auch hier sind die Regeln eindeutig: Eine +4 Karte darf man nur legen, wenn man keine andere Karte in der passenden Farbe auf der Hand hat. Es ist allerdings erlaubt zu "bluffen" und die +4 einfach so zu legen. Wird man dabei erwischt, muss man allerdings selber vier Strafkarten ziehen.

Monopoly: Selber schuld, dass es so lange dauert

© FFH/Marc Adler

Zwei Sachen sind bei einer Runde Monopoly eigentlich sicher: Eine Partie dauert mindestens den kompletten Abend und am Ende steht ein Familienstreit. Zumindest an der Dauer sind wir aber selber schuld, weil wir die Regeln nicht richtig gelesen haben. Denn wer nach den offiziellen Regeln spielt, ist deutlich schneller fertig.

Extra Geld? Gibt es beim offiziellen Monopoly viel seltener. Es gibt kein doppeltes Gehalt, wenn man direkt auf LOS kommt, sondern immer dieselbe Summe. Wer durch eine Aktionskarte eine Strafe zahlen muss, der zahlt diese direkt an die Bank. Das Geld wird nicht ausgezahlt, wenn man auf "Frei Parken" landet. Auf diesem Feld passiert schlicht und einfach gar nichts.

Auch die Grundstücke sind nach den offiziellen Regeln deutlich schneller vergeben. Denn wenn ein Spieler eine Straße, die noch keinen Besitzer hat, nicht kaufen möchte, dann wird sie von der Bank unter allen Spielern versteigert.

Auch beim Häuser bauen gibt es ein Regeldetail, dass viele nicht beachten. Denn Straßen müssen immer gleichmäßig bebaut werden. Das heißt es muss auf jeder Straße einer Farbe ein Haus stehen, bevor ein zweites gebaut werden darf. Und selbstverständlich dürfen Häuser zu jeder Zeit gebaut werden, man muss selber nicht auf der Straße stehen. Übrigens: Wer eine Straße an einen anderen Spieler verkaufen will, der muss vorher alle Häuser abreißen!

Mensch ärgere dich nicht: Wie geht das rauskommen?

© dpa

Noch so ein Spiel, bei dem wir viel Zeit gespart hätten, hätten wir mal die Regeln gelesen. Denn das lästige Würfeln, bis man endlich eine sechs würfelt um die erste Figur aus dem Häuschen zu setzen, ist vollkommen unnötig. Denn eigentlich startet jeder Spieler mit einer Figur auf dem Rundkurs und kann direkt loslaufen.

Und auch bei den Zielfeldern spielen viele unnötig streng: Denn ein überspringen von Figuren im Zielbereich ist ausdrücklich erlaubt.

Die Brettspieltypen

Brettspieltypen: Der Zerstörer

Brettspieltypen: Die Nachfragerin

Brettspieltypen: Der Abgelenkte

Brettspieltypen: Der Besserwisser

Brettspieltypen: Der Glückspilz

Scotland Yard: Wer ist dran?

© Ravensburger

Beim Detektivspiel in London sorgt nicht nur Mister X für Verwirrung, sondern auch Hersteller Ravensburger. Es geht um die Reihenfolge der Züge - die meisten werden wohl einfach im Uhrzeigersinn spielen. So stand es auch früher in den Regeln des Spiels. In aktuellen Ausgaben hat sich aber dieses Detail geändert. Nun gilt: Zuerst zieht Mister X, danach dürfen die Detektive in beliebiger Reihenfolge ihre Züge machen.

Carcassonne: Schlussabrechnung

Auch wenn es auf den ersten Blick unintuitiv erscheint: Carcassonne ist in der Endabrechnung sehr großzügig. Denn auch nicht fertig gebaute Wege, nicht komplette Städte und nicht vollständig umgebene Kloster geben am Ende Punkte - so steht es in den Spielregeln.

Billard: 8-Ball

© dpa

Wie endet ein klassisches 8-Ball Billiardspiel? Natürlich indem die schwarze Acht in das gegenüberliegende Loch versenkt wird. Denkste! Denn das mit dem gegenüberliegenden Loch ist eine klassische Kneipenregel, die es in den offiziellen Regeln gar nicht gibt. Dort gilt nur: Es muss nur angesagt werden, wohin man die schwarze Acht spielen will. Welche Tasche das ist, ist egal.

Marc Adler

Autor
Marc Adler

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