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Was können Saugroboter (und was nicht)?

Nie mehr putzen!? - Was können Saugroboter (und was nicht)?

Einmal den Robo gestartet und schon ist die Wohnung blitzblank. Können die Geräte dieses Versprechen halten?

Das Versprechen klingt zu gut: Kein lästiges Putzen mehr - einfach regelmäßig den Staubsaug- oder Wischroboter fahren lassen und alles ist blitzblank! So einfach ist es aber leider nicht: Diese Roboter sind praktische Helfer, komplett ersetzen können sie das Staubsaugen und Bodenwischen aber nicht. Unsere Tipps für alle, die sich überlegen einen Saugroboter zu kaufen.

Eines lässt sich schon einmal festhalten: Für mich persönlich ist der Staubsaugroboter ganz weit oben auf der Liste der Haushaltsgeräte, die ich auf keinen Fall mehr vermissen möchte. Damit spielt er in einer Liga wie die Spül- oder Waschmaschine. Das will schon was heißen! Ein komplettes Wundergerät sind die kleinen, automatischen Sauger deswegen aber trotzdem noch nicht. 

Für wen ist ein Saugroboter das Richtige?

Wie viel Vergnügen man mit einem Saugroboter hat, hängt vor allem von der Wohnung ab. Je weniger Hindernisse sich auf dem Boden befinden, um so leichter kann der Roboter seine Arbeit machen.

Generell ist die Reinigungsleistung auf glatten Böden deutlich besser, aktuelle Modelle kommen aber auch mit flachen Teppichböden halbwegs zurecht. Für Wohnungen mit langflorigen Teppichen sind die Roboter allerdings nicht geeignet. Auch Stufen, Treppenabsätze oder hohe Türschwellen stellen für Saugroboter ein unüberwindbares Hindernis da. Hier ist dann Handarbeit gefragt, indem man den Roboter beispielsweise in das Zimmer trägt.

Unser Sauger "Alejandro" erkundet die FFH-Redaktion

Saugroboter oder Saug- und Wischroboter was ist besser?

Aktuell gibt es zwei Gruppen von Geräten auf dem Markt. Reine Saugroboter, die nur die Rolle des Staubsaugers übernehmen, und Saug- und Wischroboter. Diese haben meistens hinten einen kleinen Wassertank über den ein Lappen auf der Unterseite befeuchtet wird. Damit saugt der Roboter nicht nur, sondern wischt auch noch feucht durch. Das kann zwar in einigen Fällen für einen etwas saubereren Boden sorgen, ist aber kein Ersatz für das klassische feucht durchputzen per Hand.

Zum einen sind die kleinen Putzlappen relativ schnell verschmutzt und hartnäckige oder angetrocknete Flecken werden nicht zuverlässig beseitigt. Hierzu können die nur wenige Kilo schweren Geräte einfach nicht genug Druck aufbauen, um wirklich zu "schrubben". Durch die begrenzte Tankgröße müssen sie außerdem sparsam mit dem Wasser sein. Wer häufig einzelne Flecken oder verschüttete Flüssigkeit auf dem Boden hat, für den kann die Wischfunktion aber durchaus praktisch sein. Für einfachen Staub und trockene Krümmel reichen reine Saugroboter dagegen vollkommen.

Schwieriges Terrain für Saugroboter: Je länger die Fasern eines Teppichs, um so mehr Probleme haben die Geräte.

Worauf sollte ich beim Kauf eines Saugroboters achten?

Zuerst natürlich die Saug- und Reinigungsleistung. Oft vergessen, aber bei einem Saugroboter eines der wichtigsten Kriterien: Die Maße! Darum unsere Empfehlung: Vor der Anschaffung erst mal eine Runde mit dem Zollstock durch die Wohnung drehen. Wie viel Platz ist unter den Schränken und der Couch? Würde der Roboter zwischen die Stuhlbeine passen? Was sind Engstellen, die er passieren müsste? Oftmals machen nur einige Zentimeter den Unterschied ob der Roboter den Großteil der Wohnung alleine befahren kann. Ebenfalls wichtig: Was kosten Ersatzteile wie neue Filter oder Bürsten? Denn diese müssen während der Lebenszeit des Roboters regelmäßig ausgetauscht werden.

Oft fehlen nur wenige Zentimeter und der Sauger passt problemlos auch unter die Möbel.

Ersetzt ein Saugroboter den klassischen Staubsauger?

Hier muss man leider sagen: Nein! Ein Saugroboter sorgt für eine gewisse Grundsauberkeit im Haus. Den guten alten Staubsauger wird man aber trotzdem noch ab und zu raus holen müssen. Einfach weil es immer Ecken gibt, in die auch der modernste Roboter nicht kommt. Häufigstes Beispiel: Hinter den Türen. Wo wir Menschen mal schnell die Tür zumachen, um dahinter zu saugen, gibt es für den Roboter nur zwei Möglichkeiten: Entweder die Tür ist offen, dann kann er nicht dahinter saugen oder sie ist geschlossen, dann kommt er nicht aus dem Raum heraus. Auch in den Ecken reinigen die meisten Roboter nicht so sauber, wie ein Mensch mit den Staubsauger. Trotzdem spart es im täglichen Leben viel Zeit, wenn man sich darauf verlassen kann, dass der Roboter einen Großteil der Wohnung vollautomatisch sauber hält.

Was kostet ein guter Saugroboter?

Billige Staubsaugeroboter gibt es schon für unter 100 Euro - diese Geräte taugen aber in der Regel nichts. Es mangelt an Saugleistung und die Geräte sind nicht intelligent genug um Hindernisse zu umfahren und wirklich die komplette Wohnung zu reinigen. Stattdessen fahren sie lediglich zufällig durch die Gegend. Empfehlenswerte Geräte gibt es für ca. 400 Euro. Teure Markengeräte können auch bis zu 1000 Euro kosten.

Empfehlenswerte Staubsaugerroboter

Es gibt inzwischen unzählige Geräte auf dem Markt, die ihren Job ausreichend gut erledigen. Diese sechs Geräte können wir besonders empfehlen:

360 S7 Pro (Saug- und Wischroboter)
399.99 €
Roborock S6 MaxV (Saug- und Wischroboter)
429.00 € 386.06 €
Rowenta X-Plorer Serie RR7947 (Saug- und Wischroboter)
644.27 €
AEG RX9-1-IBM (Saugroboter)
Bosch Saugroboter Roxxter Serie 6 (Saugroboter)
894.91 € 793.09 €
iRobot Roomba i3+ (Saugroboter)
699.00 € 560.48 €
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