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Größe, Gezeiten und Farbe: Diese Mond-Fakten werden dich überraschen

Größe, Gezeiten & Mondgesichter - Diese Mond-Fakten werden dich überraschen

Wir schauen fast jede Nacht zu ihm auf und wissen doch so wenig über ihn: FFH-Wetterexperte Dr. Martin Gudd ändert dies nun und beantwortet Fragen über den Mond, die man sich nicht traut zu fragen. 

Wie groß ist der Mond?

Der Mond hat einen Durchmesser von 3.476 Kilometern. Das entspricht einem Viertel des Erddurchmessers - dieser liegt bei 12.742 Kilometern. Er ist damit der im Verhältnis "größte" Mond im Sonnensystem. Alle anderen Monde sind im Verhältnis zu ihren Planeten zum größten Teil wesentlich kleiner.

Wie weit ist der Mond von der Erde entfernt?

Die Entfernung von der Erde beträgt im Mittel 384.000 Kilometer. Wenn er am weitesten von der Erde entfernt ist, beträgt die Entfernung 407.000 Kilometer. Das nennt sich "Apogäum". Befindet er sich uns am nächsten, im sogenannten "Perigäum", sind es knapp 357.000 Kilometer. Im Perigäum ist die Mondscheibe zudem ein paar Prozentpunkte größer. Wenn dann noch Vollmond ist, wird das von manchen als "Supermond" bezeichnet.

Wie oft dreht sich der Mond um die Erde?

Der Mond dreht sich in etwa 27 Tagen ein Mal um die Erde. In genau der gleichen Zeit dreht er sich auch um die eigene Achse. Daher zeigt dieser der Erde immer die gleiche Seite -  das nennt sich "gebundene Rotation".

Was ist der Mann im Mond?

Den "Mann im Mond" - das berühmte "Mondgesicht" geformt aus Mondkratern - sieht man nur von der Nordhalbkugel aus wirklich deutlich. Denn von der Südhalbkugel der Erde aus gesehen steht der Mond "anders herum".

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Wie geht der Mond auf und unter?

Bei Vollmond steht der Mond der Sonne genau gegenüber - in „Opposition“. Dann geht er auf, wenn die Sonne untergeht und er geht unter, wenn die Sonne aufgeht. Dann steht er übrigens auch konträr zum Sonnenlauf: Im Sommer, wenn die Sonne hoch am Himmel steht, befindet sich der Mond tief im Süden knapp über dem Horizont. Im Winter, wenn die Sonne tief steht, dann steht der Mond am höchsten.

In Herbst und Frühjahr geht der Mond sozusagen "steil" auf und unter. Zu dieser Zeit beleuchtet daher die Sonne den Mond eher "von unten" als von der Seite. Daher sieht es von der Erde zu dieser Zeit so aus, als ob die Mondsichel liegen würde. Ein besonders schöner Anblick.

Welchen Einfluss hat der Mond auf die Gezeiten?

Der Mond verursacht die Gezeiten. Im Schnitt hebt er die feste Erde und die Ozeane um etwa einen halber Meter an. Das fällt uns aber nur am Wasser auf. Dieser sogenannte "Tidenhub" verstärkt sich an manchen Orten noch ganz erheblich. An der Nordsee liegt er zwischen einem und etwa vier Metern. Da auch die Anziehungskraft der Sonne eine Rolle spielt, hängt die genaue Höhe des Tidenhubs von der Stellung der Erde zu Mond und Sonne ab - und von der Form und Tiefe des Meeres.

Zweimal am Tag gibt es Flut, zweimal am Tag auch entsprechend Ebbe. Da die durch den Mond verursachte Wasserwelle immer um die Erde läuft, ist der Tidenhub dort besonders groß, wo viele Wassermassen in eine Bucht hineingedrängt werden können. In Deutschland ist das an der Elbe und Wesermündung der Fall. Dort liegt der Tidenhub bei etwa vier Metern. Europaweit am größten ist er in der Normandie, mit bis zu 13 Metern. Den Weltrekord hält die Bay of Fundy an der Atlantikküste Kanadas. Dort gibt es einen Tidenhub von bis zu 16 Metern.

Warum wirkt der Mond manchmal rötlich?

In Horizontnähe sieht der Mond "rötlicher" aus als am Himmel. Das kommt durch die Atmosphäre und deren Bestandteile. Wenn wir flach in Richtung Horizont zum Mond blicken, ist die Weglänge der Lichtstrahlen durch die Erdatmosphäre - vom Mond zu unserem Auge - viel länger als wenn wir senkrecht nach oben zum Mond blicken würden. Aufgrund dessen werden die Lichtstrahlen des tiefstehenden Mondes stark beeinflusst, und es bleiben insgesamt nur die längerwelligen, rötlicheren Anteile des Lichts übrig. Das Gleiche passiert bei der auf- und untergehenden Sonne. 

Sind Nächte bei Vollmond kälter?

Im Volksmund heißt es: Bei Vollmond sind die Nächte kalt. Aber das ist Blödsinn, denn man verwechselt hier Ursache und Wirkung: Nicht der Vollmond ist die Ursache für Kälte, sondern der klare Himmel. Dann kann es nachts nicht nur stärker abkühlen, man sieht dann halt einfach den Mond. Und zwar eben eher, als wenn Wolken da wären.

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