Filmbiografie über Jacko - Kinokritik: So sehenswert ist "Michael"
Das ist DER neue Film im Kino, über den jetzt alle reden: „Michael“ – das Biopic über das Leben von Superstar Michael Jackson. FFH-Kinomann Volker Willner urteilt: Wenn Du den Superstar als Ikone erleben willst, wirst Du perfekt unterhalten.
Zehn Euro kostet Dein Kinoticket, zehn ist es wert. Wenn Du das ganze Drama um Michael Jackson erleben willst, wirst Du enttäuscht. Dann sind es nur sieben von zehn.
Superstar-Story samt Heiligenschein
Mit dem kleinen Michael Jackson beginnt’s. Er tritt mit seinen großen Brüdern auf als die „Jackson 5“. Der Star ist er. Und so triezt und prügelt ihn sein Vater zum Erfolg – raus aus dem bescheidenen Leben in einer Kleinstadt in Indiana, rein in unglaublichen Luxus samt Riesenvilla und Giraffe im Garten. Das sieht alles fantastisch aus, und der Kinosound ist der Wahnsinn.
Das Beste sind die beiden Michael-Jackson-Darsteller. Das Kind spielt schon so berührend – mir sind die Tränen gekommen. Und den erwachsenen Michael-Darsteller kannst Du fast nicht vom echten Superstar unterscheiden. Jaafar Jackson spielt ihn – er ist der Neffe von Michael Jackson. Wir erleben die Hits und Kinosound ist super.
Das Problem ist: „Michael“ zeigt eben nicht Michaels ganzes Leben. Auf dem Höhepunkt des Erfolgs stoppt die Geschichte. Michael als Medikamentenwrack sehen wir nicht. Auch die Missbrauchsvorwürfe verschweigt der Film. Wir bekommen lediglich den sehr sensiblen und genialen Jacko gezeigt, der Kindern Autogramme gibt und kleine Patienten im Krankenhaus besucht. Und das ist eben nur die halbe Wahrheit.
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