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Acht verrückte Ausbildungen

Verrückte Ausbildungen - Das kann man wirklich werden

Es gibt Berufe, von denen hat wohl jeder schon einmal gehört. Diese hier gehören auf jeden Fall nicht dazu - die ungewöhnlichsten Ausbildungsberufe im FFH-Land: 

1. Fachkraft für Fruchtsafttechnik

Fachkraft für Fruchtsafttechnik ist ein 3-jähriger, bundesweit anerkannter Ausbildungsberuf in der Industrie. Die Fachkräfte sind oft in der Fruchtsaftindustrie oder der Obstweinherstellung angestellt und arbeiten in Werk- und Produktionshallen beziehungsweise Lager- und Kühlräumen. Zu den Aufgaben einer Fachkraft für Fruchssafttechnik gehört es, aus Früchten oder Gemüse Säfte und Nektare herzustellen, aber auch Erfrischungsgetränke oder Wein. In der Schule sollten die angehenden Fruchtsafttechniker vor allem in Mathe, Physik und Chemie aufgepasst haben. Ein bestimmter Schulabschluss ist aber nicht vorgeschrieben. In Geisenheim gibt es die einzige Berufsschule, die für diesen Berufszweig zuständig ist. Hier werden pro Jahr circa 50 neue Fachkräfte ausgebildet, die gute Chancen auf eine Übernahme in der Fruchtsaftindustrie haben. 

2. Glasapparatebauer/in

Glasapparatebauer stellen verschiedene Glasapparate und -geräte her, die überwiegend in Laboren verwendet werden. Sie bearbeiten Glasrohre und -stäbe, blasen Glaskugeln oder verschmelzen Glas mit Metall. Ausgebildet werden Glasapparatebauer in der Glastechnischen Werkstatt in den Uniwerkstätten Kassel und im Beruflichen Schulzentrum in Wertheim. Beschäftigt sind sie in betrieben des Glasapparatebaus. Um eine Ausbildung als Glasapparatebauer zu bekommen muss man mindestens einen guten Hauptschulabschluss haben und handwerkliche Fähigkeiten sowie technisches Verständnis und Kreativität mitbringen. Es handelt sich um einen 3-jährigen anerkannten Ausbildungsberuf in Industrie und Handwerk. 

3. Pferdewirt/in

Pferdewirte gewährleisten die artgerechte Haltung von Pferden, beschaffen Futtermittel, organisieren die Stall- und Weidehaltung und sorgen für die Bewegung der Tiere. In der 3-jährigen anerkannten Ausbildung lernen die Auszubildenden außerdem Pferdehalter richtig zu beraten. Beschäftigt sind sie meist in Gestüten, Reitschulen, Reiterhöfen oder Pferdepensionen. Wer eine Ausbildung zum Pferdewirt machen möchte, sollte mindestens einen Hauptschulabschluss haben. Nach einer einheitlichen beruflichen Grundbildung ist durch den Landesbetrieb Landwirtschaft Hessen eine Spezialisierung in fünf verschiedenen Fachrichtungen vorgesehen.

4. Straßenwärter/in

Die Dienststelle Hessen Mobil - Straßen- und Verkehrsmanagement ist für die Ausbildung von Straßenwärter/innen in allen hessischen Autobahn- und Straßenmeistereien zuständig. Für die 3-jährige Ausbildung wird mindestens ein Hauptschulabschluss vorausgesetzt. Straßenwärter/innen beseitigen Verschmutzungen, sichern Baustellen und Unfallstellen und übernehmen den Räum- und Streudienst. Sie sind häufig im öffentlichen Dienst von Städten und Gemeinden, Straßen- und Autobahnmeistereien der Bundesländer und in Baustellensicherungsunternehmen tätig.

5. Fachkraft für Speiseeis

Verantwortungsbewusstsein, Kunden- und Serviceorientierung, Konzentrationsfähigkeit, Geschicklichkeit, Sinn für Ästhetik und Kreativität sowie eine gute körperliche Verfassung sind wichtige Eigenschaften, die Auszubildende hier mitbringen sollten. Die anerkannte Ausbildung zur Fachkraft für Speiseeis dauert 3 Jahre. Ein bestimmter Schulabschluss ist dafür nicht vorgeschrieben. Fachkräfte für Speiseeis arbeiten meistens in Küchen, Gasträumen und im Außenbereich von Eiscafés oder Restaurants, in Verkaufsräumen, an Verkaufsständen oder auch in Lagern, Kühlräumen oder Büros. Zu den Aufgaben der Fachkraft für Speiseeis gehören neben der Herstellung von Eis auch Verkauf, Beratung, die Zubereitung kleiner Gerichte und Getränke sowie organisatorische und kaufmännische Aufgaben. 

6. Wachszieher/in 

Auszubildende zum Wachszieher lernen während der 3-jährigen Ausbildung alles rund um die Herstellung von Kerzen, zum Beispiel wie man Kerzen zieht, köpfelt und locht oder wie Wachsplatten gezogen und gewalzt werden. Wachszieher sind in Werkstätten und Produktionshallen von Kerzenmanufakturen und -fabriken beschäftigt. Wer eine Ausbildung zum Wachszieher machen möchte, sollte einen Hauptschulabschluss haben, handwerklich geschickt, aufmerksam und sorgfältig sein.

7. Süßwarentechnologe/ -technologin

Zur Aufgabe der Süßwarentechnologen gehört es - wie der Name vermuten lässt - Süßwaren aller Art herzustellen. Dafür bedienen und überwachen sie industrielle Anlagen, in denen Teige und Mischungen produziert werden. Außerdem sind sie für die Qualitätsprüfung der Produkte zuständig. Voraussetzung für die 3-jährige Ausbildung ist ein Realschulabschluss. Süßwarentechnologen können bei ihrer Tätigkeit zwischen Schwerpunkten wie Schokolade, Dauerbackwaren, Konfekt oder Zuckerwaren wählen.

8. Ocularist

Wer es besonders außergewöhnlich mag, für den könnte die Ausbildung zum Ocularist, also einem "Glasaugenmacher", interessant sein. Die Ausbildung für diesen besonderen Beruf ist nicht staatlich geregelt. Er ist so selten, dass es keinen Berufsschulunterricht gibt, sondern Theorie und Praxis während einer sechsjährigen Ausbildung direkt im Betrieb erlernt werden. Die lange Ausbildungszeit ist in zwei Abschnitte aufgeteilt: Nach drei Jahren dürfen sich die Auszubildenden "Assistent" nennen, nach weiteren drei Jahren folgt dann die Ocularisten-Prüfung. Möglich ist das zum Beispiel in Wiesbaden. Für die Prüfung ist die Deutsche Ocularistische Gesellschaft zuständig. Vor allem medizinische Kenntnisse und handwerkliches Können werden während der Ausbildung vermittelt. Aber auch Eigenschaften wie Geduld und Einfühlungsvermögen sind besonders wichtig, wenn man den Beruf Ocularist erlernen möchte.

Lukas Schäfer

Reporter
Lukas Schäfer

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