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Mit dem Auto in den Urlaub: 7 wichtige Fakten

7 wichtige Fakten - Mit dem Auto in den Urlaub

Wer mit dem Auto in den Urlaub fährt, sollte vorher an einige Dinge denken...

Wer anstatt in den Urlaub zu fliegen lieber das Auto nimmt und ins Ausland fährt, muss einige Dinge beachten. Neben der Maut gelten in anderen Ländern auch andere Vorschriften was Plaketten, die Warnwesten-Pflicht oder Bußgelder angeht. Wir haben für euch sieben wichtige Facts zusammengefasst, damit ihr entspannt mit Auto urlauben könnt.

Fact 1: Warnwesten-Pflicht im Ausland

In Deutschland müssen Autos eine Warnweste an Bord haben. Im europäischen Ausland sieht das zum Teil anders aus. In Belgien muss gesetzlich zwar nur eine Warnweste im Auto sein, bei einem Unfall oder einer Panne außerorts sollten allerdings alle Insassen eine Warnweste anlegen - wird so empfohlen. Wer keine Warnweste anlegt, zahlt ab 55 Euro Bußgeld. Auch in Bulgarien müssen alle Insassen beim Verlassen des Pannenfahrzeugs eine Warnweste tragen.

In Frankreich besteht eine Trage- und Mitführpflicht. Wer keine Warnweste dabei hat oder sie vor dem Aussteigen bei einer Panne nicht anzieht, wird mit mindestens 90 Euro zur Kasse gebeten. Übrigens: Es ist in Frankreich nicht erlaubt, sich zu Fuß auf der Autobahn zu bewegen. Wer also eine Panne hat: Kein Warndreieck aufstellen, sondern direkt mit Warnweste hinter die Leitplanke gehen. In Italien gilt die Tragepflicht für den Fahrer und jeden Mitfahrer, der das Pannen-Auto außerhalb von Ortschaften verlässt. Gilt genauso in Spanien. In Dänemark, Lettland, Litauen, Estland, Großbritannien, Griechenland, der Türkei, der Niederlande und der Schweiz gibt's übrigens keine Warnwesten-Pflicht.

Fact 2: Das kostet Rasen im Ausland

Nicht überall darf auf den Straßen so schnell gefahren werden wie in Deutschland. Deshalb: Im Urlaub Fuß vom Gas, ansonsten kann es schnell teuer werden. Im europäischen Vergleich wird Rasen in Norwegen am härtesten bestraft: Wer hier bis 20 km/h zu schnell unterwegs ist und erwischt wird, zahlt ab 480 Euro! Richtig tief in die Tasche muss man dann auch in Schweden (ab 230 Euro), den Niederlanden (ab 170 Euro), der Schweiz (ab 160 Euro) und Italien (ab 175 Euro) greifen. In Italien richtet sich die Höhe des Bußgelds sogar nach dem Zeitpunkt des Rasens: Zwischen 22 und 7 Uhr ist das Bußgeld nochmal um ein Drittel höher!

Fact 3: An die richtige Plakette denken

Hier in Deutschland hat man die grüne Plakette am Auto kleben und denkt: "Easy! Damit kann ich überall fahren!" Theoretisch ja, praktisch nein. Denn einige europäische Länder haben ihre eigenen Plaketten, die aber online ganz einfach beantragt werden können. In Frankreich ist das die Plakette Qualité de l’Air. Sie kostet 4,21 Euro plus 4,80 Euro Versand nach Deutschland. Hier könnt ihr sie bestellen. In Österreich, der Schweiz und einigen anderen europäischen Ländern muss eine Vignette gekauft werden. Die könnt ihr mit unterschiedlicher Geltungsdauer im ADAC-Shop bestellen. Wer nach Brüssel oder Antwerpen reist, muss sein Auto vorher über diese Website registrieren oder eine Tageskarte für die Umweltzone kaufen. In Mailand braucht ihr unter der Woche tagsüber einen Umweltpass, wenn ihr ins historische Zentrum fahren wollt. Der kostet fünf Euro (gibt's hier).

Fact 4: Richtig kreiseln im Ausland

Kreisverkehr im Ausland ist gar nicht so einfach. Denn je nach Land gelten hier andere Vorfahrtsregeln. In Deutschland haben die Autos Vorfahrt, die sich im Kreisverkehr befinden. Gilt genauso in der Schweiz, Spanien, Portugal und Polen. Obacht in Frankreich und Italien! Da gilt rechts vor links. Die einfahrenden Autos haben also Vorfahrt. Bei mehrspurigen Kreiseln heißt es: Konzentration. Wer nur bis zur nächsten Ausfahrt fährt, bleibt ganz rechts. Wer mindestens 180 Grad im Kreisel zurücklegt, wechselt auf die mittlere oder innere Spur und kündigt seine Ausfahrt dann durch Blinker rechts rechtzeitig an. 

Fact 5: Alkohol am Steuer im Ausland

Ein Gläschen Wein im netten Restaurant in der Altstadt des Urlaubsorts und danach noch fahren? Lieber nicht! Zumindest, wenn ihr in Rumänien, Ungarn, der Slowakei oder Tschechien urlaubt. Da liegt die Promillegrenze nämlich bei 0,0. In Frankreich liegt die Grenze wie in Deutschland, Dänemark, Italien, Kroatien, Österreich, Spanien oder der Schweiz bei 0,5 Promille. Wer in Frankreich mit über 0,8 Promille unterwegs ist, dem drohen 4500 Euro Geldstrafe und bis zu zwei Jahre Haft. In England dagegen dürfen Verkehrsteilnehmer bis 0,8 Promille hinter dem Lenkrad sitzen.

Fact 6: Tanken im Ausland

Wer mit dem Auto in den Urlaub fährt, muss am Urlaubsort natürlich auch tanken. Ist das günstiger oder teurer als in Deutschland? Kommt aufs Land an! Mehr Benzin oder Diesel für weniger Geld bekommt ihr in Luxemburg, Polen, Spanien, Österreich, Kroatien, Ungarn und Tschechien. In den Niederlanden ist vor allem Diesel super teuer. Generell teurer als in Deutschland ist der Sprit in Frankreich, Dänemark, Schweden, Italien und der Schweiz.

Fact 7: Telefonieren am Steuer im Ausland

In allen europäischen Ländern ist das Telefonieren am Steuer verboten. Als letztes Land hat Schweden Anfang des Jahres das Verbot eingeführt. Wer mit Handy am Ohr erwischt wird, zahlt  in Griechenland und Finnland 100 Euro. In Italien müssen 165 Euro geblecht werden.

Zusatztipp: Praktische App fürs Ausland

Die Europäische Verbraucherzentrale hat die App "Mit dem Auto ins Ausland" entwickeln lassen, mit der ihr auf einen Blick seht, welche Sprit-Bezeichnung dem Kraftstoff entspricht, den ihr für euer Auto braucht, wie ihr euch im Kreisverkehr richtig verhaltet, außerdem gibt's dort Infos zur Maut in eurem Zielland und Hilfe im Falle einer Panne oder bei nötigen Reparaturen. Hier bekommt ihr die kostenlose App im iTunes Store und könnt sie für Android runterladen

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