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"Maskne": Was tun bei Pickeln wegen Maske?

"Maskne" - Pickel wegen Maske - Was hilft und welche Dinge vorbeugen

Den ganzen Tag die Maske auf? Da können Hautprobleme auftreten. Aber dagegen kann man einiges tun.

Das Tragen von Masken in bestimmten Bereichen der Öffentlichkeit ist vorgeschrieben - und schützt uns alle vor der Ausbreitung des Corona-Virus. Wer die Maske nur mal kurze Zeit im Bus oder beim Einkaufen trägt, bekommt meistens keine Hautprobleme. Manche von uns müssen die Maske aber auch mal länger tragen. Und dann kann es passieren:

Hautprobleme im Mund-, Nasen- und Wangenbereich. Eben da, wo die Haut von der Maske verdeckt wird. Was gegen die sogenannte "Maskne" hilft, lest ihr hier. 

Dermatologen sprechen von "perioraler Dermatitis", wenn Pickelchen und Hautprobleme rund um den Mund gemeint sind. Sie entsteht leichter, wenn die Haut nicht gut atmen kann und die Poren verstopft werden. 

Dr. Thomas Führer, Hautarzt in Gießen, hat uns erklärt, was da passiert.

Woher kommen die Pickelchen?

Dr. Thomas Führer: Um den Mund gibt's viele Talgdrüsen...

© FFH

Beim Tragen einer Maske reibt der Stoff gegen die Haut und außerdem staut sich unter ihr durchs Atmen Feuchtigkeit. Beide Faktoren gepaart bieten einen perfekten Nährboden für Bakterien

Was könnt ihr also tun, um "Maskne" zu vermeiden oder eurer Haut dabei zu helfen, möglichst schnell wieder ihr Gleichgewicht zu finden? 

Die Tipps: Das hilft gegen die "Maskne"

Tipp: Masken aus Baumwolle verwenden

Masken aus 100-prozentigem Baumwollstoff lassen die Haut am besten atmen. Achtet also darauf, dass eure Masken nicht aus synthetischen Stoffen gefertigt sind. Unter ihnen schwitzt ihr wesentlich schneller.

Tipp: Masken öfter wechseln und gründlich waschen

Gerade im Sommer bei heißen Temperaturen schwitzt man schnell unter der Maske. Ihr solltet sie deshalb nicht länger als 1,5 Stunden am Stück tragen und sie wechseln, sobald sie feucht ist.

Wascht sie mit Waschmittel für sensible Haut ohne Duftstoffe. Wenn ihr die Maske in die Waschmaschine werft, achtet darauf, dass ihr nicht den Schleudergang wählt, denn Schleudern rauht die Oberfläche des Stoffes auf und das vergrößert die Reibung auf der Haut. Am besten Stoffmasken mit der Hand waschen, mit mildem Waschgel. Wer mag, gibt einen Schuss Apfelessig zum Wasser. Das killt zusätzlich Pilze und Bakterien. Der strenge Essig-Geruch verfliegt beim Trocknen. 

Tipp: Auf Make-up verzichten

Make-up und schwere Pflegecremes verstopfen die Poren und erschweren es der Haut zu atmen. Verzichtet deshalb am besten auf Make-up und benutzt statt öliger Sonnencreme lieber leichte Sonnengels, die schnell einziehen und kein Fettfilm auf der Haut hinterlassen. Lieber Feuchtigkeit als Fett.

Feuchtigkeit statt Fett

Dr. Thomas Führer: Weniger MakeUp, Maske häufig wechseln - und schwarzer Tee...

© FFH

Tipp: Keine Akne-Cremes verwenden

Die Hautbarriere ist durch die Reibung der Maske ohnehin schon angegriffen. Deshalb solltet ihr jetzt keine aggressiven Akne-Cremes verwenden. Sie würden zu noch größeren Hautproblemen führen. 

Lieber die Haut nur mit Wasser und einem Handtuch reinigen, Luft an die Haut lassen, wann s möglich ist und so weit es geht auf unnötige Pflegeprodukte verzichten. 

Tipp: Auf die Inhaltsstoffe achten

Ein Blick auf die Liste der Inhaltsstoffe eurer Hautpflegeprodukte lohnt sich immer. Durch das Tragen einer Maske ist es jetzt umso wichtiger zu wissen, was ihr euch eigentlich ins Gesicht schmiert oder womit ihr reinigt.

Verzichtet auf Produkte, die Natriumlaurylsulfat enthalten. Das kann auch als SLS (Sodium Lauryl Sulfate) oder SDS (Sodium Dodecyl Sulfate) verzeichnet sein. SLS ist ein aggressiver Stoff, der die Haut austrocknen kann und ihr die natürlichen Fette entsaugt. Das kann zu Spannungsgefühlen, Rötungen und allgemein gereizter Haut führen. 

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