Viererbob bei Olympia - Ammour zur Halbzeit auf Medaillenkurs
Der Gießener Bobpilot Adam Ammour hat bei den Olympischen Spielen in Cortina d'Ampezzo seine zweite Medaille im Visier. Nach zwei von vier Läufen im olympischen Eiskanal liegt der hessische Viererbob auf Rang drei - vor ihm nur die beiden weiteren deutschen Bobs.
Gemeinsam mit seinem Bruder Issam, dem Frankfurter Joshua Tasche sowie Alexander Schaller als Anschieber profitierte Ammour vor allem von einem starken zweiten Lauf. Nach mehreren Wacklern im ersten Durchgang hatte der Bob mit den drei Hessen nur auf Rang fünf gelegen, startete dann jedoch den Angriff nach vorne.
Aufholjagd im zweiten Lauf
Während der britische Viererbob von Bradley Hall im zweiten Lauf patzte, erwischte Ammour alle Schlüsselstellen der Bahn sauber und schob sich auf den dritten Rang vor. Mit zwölf Hundertsteln geht der Gießener in die entscheidenden Durchgänge am Sonntag Vormittag. Nach Bronze im Zweierbob ist die zweite olympische Medaille für Ammour und Anschieber Schaller zum Greifen nah.
Lochner unangefochten vorne
Beträchtlich ist allerdings der Rückstand zu den beiden Bobs ganz nach vorne. An der Spitze ist Zweierbob Olympiasieger Johannes Lochner auch im Vierer in einer eigenen Liga unterwegs und liegt bereits 0,43 Sekunden vor seinem deutschen Dauerrivalen Francesco Friedrich. Gemeinsam mit Ammour auf Rang drei ist zum Abschluss der olympischen Wettbewerbe wieder ein rein deutsches Podium möglich.