Rassismusvorfall in Offenbach - Polizei ermittelt gegen unbekannte Fans
Der Fußball wird beim 0:0 zwischen Kickers Offenbach und den Stuttgarter Kickers in der Regionalliga zur Nebensache. Stattdessen stehen rassistische Äußerungen von Zuschauern im Raum.
Nach einem rassistischen Vorfall beim Fußball-Spiel in der Regionalliga Südwest zwischen den Kickers Offenbach und den Stuttgarter Kickers (0:0) ermittelt die Polizei nun gegen Unbekannt. Es sei zu "üblen rassistischen Beschimpfungen durch einzelne Zuschauer" gegen Stuttgarts Spieler Melkamu Frauendorf gekommen, teilten beide Clubs in einer Stellungnahme mit. Der Vorfall wurde demnach umgehend gemeldet.
Die Polizei sucht nach Zeugen. Der Vorfall ereignete sich den Angaben zufolge nach dem Schlusspfiff am Samstag.
Stuttgarts Präsident Lorz: "Wir sind geschockt"
In der gemeinsamen Stellungnahme verurteilten beide Traditionsvereine die rassistischen Beleidigungen. "Wir sind geschockt", sagte Stuttgarts Präsident Rainer Lorz. "Dies hat auf keinem Fußballplatz der Welt etwas zu suchen."
Auch OFC-Präsident Joachim Wagner bezog nach der Partie Stellung: "Rassistische Beleidigungen sind durch nichts zu rechtfertigen und widersprechen den Werten unseres Vereins und des Sports insgesamt. Kickers Offenbach steht für Fairness, Respekt und Vielfalt. Wir stehen solidarisch an der Seite von Melkamu Frauendorf."