Einbürgerung extrem gefragt - Warum über 300.000 Menschen Ja sagen
Im Jahr 2025 ließen sich in Deutschland so viele Menschen einbürgern wie noch nie seit Beginn der Statistik. Mit 332.500 neuen Staatsbürgern verzeichnete das Statistische Bundesamt ein Plus von 14 Prozent im Vergleich zum Vorjahr.
Es ist der fünfte Anstieg in Folge und das erste Mal seit dem Jahr 2000, dass die Marke von 300.000 Personen innerhalb eines Jahres überschritten wurde.
Weniger Menschen aus Syrien
Syrer stellten mit 20 Prozent zwar die größte Gruppe, doch ihre Zahl sank im Vergleich zu 2024 leicht um 21 Prozent.
Herkunftsländer und starke Zuwächse
Dafür stiegen die Einbürgerungen von Menschen aus der Türkei und Russland um jeweils mehr als die Hälfte an. Besonders hohe Zuwachsraten gab es zudem bei Staatsangehörigen aus Bosnien, den USA und Albanien.
Dauer des Aufenthalts variiert
Die durchschnittliche Aufenthaltsdauer bis zur Einbürgerung lag bei 12,4 Jahren, wobei es große Unterschiede gibt. Während syrische Staatsangehörige im Schnitt nach 7,9 Jahren Deutsche wurden, betrug die Dauer bei Türken rund 24,1 Jahre.
Hohe Erfolgsquote bei Anträgen
Von den insgesamt erfassten 467.400 Anträgen endeten rund 90 Prozent der abgeschlossenen Verfahren mit einer Einbürgerung. Nur drei Prozent der Anträge wurden offiziell abgelehnt, der Rest erledigte sich durch Rückzug oder Fortzug ins Ausland.
Politische Debatte um Rechtslage
Die Zahlen sorgen für politische Diskussionen: Während die Union Verschärfungen fordert, begrüßt die SPD die Entwicklung als Zeichen gelungener Integration. Die Reform der Ampel von 2024 ermöglichte zudem die doppelte Staatsbürgerschaft und verkürzte Aufenthaltsfristen.