Zufriedenheit mit Merz sinkt - Schlechtester Kanzler-Wert aller Zeiten
Die Zufriedenheit mit Bundeskanzler Friedrich Merz hat einen historischen Tiefpunkt erreicht. Aktuell ist nur noch ein Bruchteil der Deutschen mit seiner politischen Arbeit einverstanden.
Das ist der schlechteste Wert, der in dieser Erhebung jemals für einen Kanzler gemessen wurde.
Schlechtester Kanzler-Wert aller Zeiten
Mit der Arbeit des Kanzlers sind demnach 16 Prozent zufrieden, das sind fünf Prozentpunkte weniger als im April. Unzufrieden sind demnach 83 Prozent (plus 7). Das sei der schlechteste Wert, der im "Deutschlandtrend" je für einen amtierenden Bundeskanzler gemessen worden sei.
Schlechter als Olaf Scholz
Mit diesen Zahlen unterbietet Merz den bisherigen Negativrekord seines Vorgängers. Der niedrigste Wert von Olaf Scholz lag demnach im September 2024 bei 18 Prozent. 69 Prozent der Befragten sind der Meinung, dass Merz seinem Amt nicht gewachsen ist, 25 Prozent sehen das anders. Im August vergangenen Jahres waren noch 42 Prozent der Meinung gewesen, dass der 70-jährige Sauerländer seinem Amt gewachsen sei.
Mangelndes Vertrauen in Krisenzeiten
Besonders deutlich fallen die Werte bei der Krisenbewältigung aus. Dass der Kanzler das Land gut durch eine Krise führen kann, glauben laut der Umfrage nur noch 18 Prozent der Menschen. Zudem sind mehr als 80 Prozent der Ansicht, dass er seine Politik nicht überzeugend kommuniziert.
Dicke Luft in der Koalition
Auch das Regierungsbündnis insgesamt bekommt ein schlechtes Zeugnis ausgestellt. Fünf von sechs Deutschen sind laut der Umfrage unzufrieden damit, wie die Regierungsparteien miteinander umgehen. Fast neun von zehn Befragten stört zudem die Art und Weise, wie die Koalition ihre Entscheidungen den Bürgern vermittelt.
Spaltung über die Zukunft
Ob die Regierung bis zum Ende der Legislaturperiode weitermachen soll, spaltet die Bevölkerung. Während rund die Hälfte der Befragten anderer Ansicht ist, wollen 44 Prozent an der aktuellen Koalition festhalten. Besonders unter den jeweiligen Anhängern von Union und SPD gibt es laut der Umfrage jedoch eine deutliche Mehrheit für ein Fortbestehen des Bündnisses.
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