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Handball-Abstiegskampf: HSG Wetzlar gewinnt gegen Minden

Aufatmen im Abstiegskampf - Wetzlarer Handballer gewinnen Kellerduell

© HSG Wetzlar

Der Trainer der HSG Wetzlar: Rúnar Sigtryggsson

Endlich ein Sieg. Endlich ein Ausrufezeichen im Abstiegskampf der Handball-Bundesliga. Die HSG Wetzlar gewann am Samstagabend bei der GWD Minden mit 33:31 (11:15) und rückt damit in der Tabelle auf den vorletzten Platz. Der Rückstand auf den Rang 16 beträgt nur noch zwei Zähler.

Nach seinem 200. Bundesliga-Spiel riss Jona Schoch die Arme hoch und kam aus dem Grinsen nicht mehr heraus. Der Rückraumspieler der HSG Wetzlar jubelte mit seinen Teamkollegen über den Lichtblick im Abstiegskampf.

Schwache erste Halbzeit der HSG Wetzlar

Zur Pause sah es allerdings nicht danach aus, als würde Jona Schoch sein Jubiläumsspiel in guter Erinnerung behalten. Die HSG Wetzlar fand zwar in den ersten Minuten nicht schlecht in die Partie. Doch das im bisherigen Saisonverlauf größte Manko der Domstädter, machte sich früh bemerkbar: Wieder einmal scheiterten sie viel zu häufig am gegnerischen Torwart. Malte Semisch, der Schlussmann der GWD Minden, parierte etliche Würfe, sodass die Hausherren zur Halbzeit auf 11:15 davonzogen.

Besseres Angriffsspiel bringt Wetzlar nach der Pause wieder ins Spiel

Nach Wiederbeginn nahmen die Gäste aber ihr Herz in beide Hände. Dank einer besseren Abwehrarbeit, aber vor allem dank eines deutlich flüssigeren Angriffsspiels kamen die Wetzlarer Tor um Tor heran. Der Rückraum mit Justin Müller, Dominik Mappes und Stefan Cavor überzeugte. Es entwickelte sich fortan ein ausgeglichenes Spiel, das die Wetzlarer am Ende mit 33:31 für sich entscheiden konnten.

“Überragende" 22 Tore in zweiter Halbzeit

HSG-Trainer Rúnar Sigtryggsson sagte nach dem Spiel zu diesem wichtigen Sieg: „Ich bin natürlich sehr froh über die zwei Punkte. Bei einer Niederläge hätte sich schon eine große Lücke zum rettenden Ufer aufgetan. Wir sind nicht gut ins Spiel gekommen. Unsere 5:1-Deckung hat nicht funktioniert. Erst mit der Einwechslung von Anadin Suljakovic kamen wir wieder ins Spiel. In der zweiten Hälfte hat sich unsere Abwehr etwas stabilisiert, aber vorne haben wir dann sehr gut gespielt. Und zwar auf ganzer Linie. Auch die Chancenverwertung von den Außenpositionen, was in der ersten Halbzeit noch eines unserer Probleme war, hat gestimmt. Wir haben 22 Tore im zweiten Durchgang geworfen. Das ist einfach überragend.“

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