HSG auf Nicht-Abstiegsplatz - Wetzlar schlägt THW Kiel furios mit 33:25
Statement-Erfolg für die mittelhessischen Bundesliga-Handballer! Die HSG Wetzlar hat am Samstagabend den THW Kiel mit 33:25 (16:11) aus der ausverkauften Halle geschossen - und damit im Abstiegskampf der HBL ein riesengroßes Ausrufezeichen gesetzt.
Dabei war der Druck vor dem Anpfiff enorm. Denn Konkurrenten Leipzig und Minden hatten am selben Spieltag (dem 30.) bereits gewonnen. Nun steht die HSG vier Spieltage vor Saisonende auf Rang 16.
Wetzlars zur Pause mit fünf Toren vorn
Nach einem kurzen 2:3-Rückstand in der 6. Minute drehten die Grün-Weißen richtig auf. Ein 8:0-Lauf ließ die personell und formgeschwächten Kieler ratlos zurück - schon in der 12. Minute musste THW-Trainer Filip Jicha seine zweite Auszeit nehmen. Hauptverantwortliche für diesen Blitzstart: die beiden Außen Tristan Kirschner und Ahmed Nafea, die alleine fünf dieser acht Treffer erzielten. Bis zur Pause kamen die Kieler aber noch auf 11:16 heran.
HSG belohnt sich nervenstark mit dem Heimsieg
Aber die HSG blieb auch im zweiten Durchgang cool. Als es in der 51. Minute beim 21:25 nochmal eng wurde, bewies Wetzlar Nerven. Der eingewechselte Anadin Suljakovic wurde im Tor zum Rückhalt, Justin Müller tankte sich vier Minuten vor Schluss unwiderstehlich durch zum 30:24 - und die Halle explodierte. Am Ende stand ein 33:25, acht Tore Vorsprung, beste Torquotienten-Nachricht im Abstiegskampf.
Das sagt der Wetzlarer Coach
Trainer Rúnar Sigtryggsson nach dem Spiel: „Für uns war das ein ganz wichtiges Spiel angesichts der Ergebnisse der vergangenen Tage. Wir wussten, dass Kiel angeschlagen war und haben das in einer Phase im ersten Durchgang für uns ausgenutzt. Wir haben eine gute Leistung gebracht und es geschafft den zweiten Heimsieg in Folge zu feiern, weil wir zum zweiten Mal nacheinander eine gute Abwehr hingestellt haben. Und die Torhüter sind dabei. Mehr wünsche ich mir im Moment gar nicht.“
Allendorf ebenso happy
Sport-Geschäftsführer Michael Allendorf wusste: „Durch die Siege von Leipzig und Minden war der Druck noch ein Stück größer vor dem Anpfiff." Nach dem Schlusspfiff gestand der Ex-Melsunger: „Ich habe immer noch Gänsehaut von dieser Atmosphäre." Mit 4421 Zuschauern war die Buderus Arena einmal mehr ausverkauft.
Wetzlar lässt Minden und Leipzig hinter sich
Durch den Sieg klettert Wetzlar bei noch vier ausstehenden Partien zurück auf Platz 16 - das ist der erste Nicht-Abstiegsplatz. Weiter geht es für die HSG am Donnerstag mit dem Auswärtsspiel bei den formstarken Göppingern (Anwurf: 19 Uhr).