Rhythmische Sportgymnastik - Vorfreude auf die Heim-WM in Frankfurt
Weltklasse-Sport in der Frankfurter Festhalle: Vom 12. bis 16. August messen sich die besten Athletinnen der Rhythmischen Sportgymnastik bei der Weltmeisterschaft in der Mainmetropole. Die Begeisterung vor den Heim-Titelkämpfen ist riesig. Vor dem Start richten sich alle Augen auf die deutsche Hoffnungsträgerin Darja Varfolomeev.
“Eine Heim-WM ist schon was Besonderes. Man kann das vielleicht einmal im Leben mitmachen, viele haben die Chance auch gar nicht. Ich freue mich riesig!”, sagt Olympiasiegerin Varfolomeev am FFH-Mikro. Insgesamt neun Entscheidungen im Einzel und Team steigen ab dem 12. August vor der beeindruckenden Kulisse der Festhalle.
Sportart boomt nach deutschen Erfolgen
Rhythmische Sportgymnastik, das sind spektakuläre Übungen mit verschiedenen Geräten - zum Beispiel Bällen, Reifen oder Keulen. In den vergangenen Jahren hat sich die Sportart in Deutschland von ihrem Nischendasein befreit und wird immer populärer. Das zeigt allein schon der Medienauflauf beim Pressetermin vor der WM in Frankfurt. Verantwortlich dafür vor allem: Darja Varfolomeev.
Varfolomeev als Ausnahme-Könnerin
Die 19-Jährige Ausnahmekönnerin hat zuletzt alles gewonnen, was es zu gewinnen gibt. Höhepunkt: Ihr Olympiasieg in Paris 2024, dem ersten für Deutschland in der Rhythmischen Sportgymnastik überhaupt. Bei der WM in Frankfurt ist sie gleich in vier Wettbewerben Titelverteidigerin und will schon jetzt die Olympia-Qualifikation für 2028 abhaken. Dass der Rummel um ihre Person vor den Heim-Titelkämpfen nochmal zugenommen hat, nimmt sie gelassen.
Große Medaillen-Chancen in Frankfurt
“Ich bin super glücklich, dass ich das geschafft habe, auch in Deutschland diese Sportart groß zu machen. Ich glaube, ich habe über sowas nie nachgedacht - aber auch nie gedacht, dass das wirklich wahr sein kann”, erzählt Varfolomeev, die trotz ihres jungen Alters schon elffache Weltmeisterin ist. Im achtköpfigen deutschen Team für die WM nimmt sie damit eine Ausnahmestellung ein: Während es für die meisten deutschen Gymnastinnen hautpsächlich darum geht, Erfahrungen auf der großen Bühne zu sammeln, gilt Varfolomeev als Top-Favoritin auf Medaillen.
Festhalle als außergewöhnliche Wettkampfstätte
"Der Druck ist immer da und die Mädels machen sich ja selber auch den Druck, gut turnen zu wollen", erzählt Deutschlands Teamchefin Isabell Sawade vor dem WM-Start. “Aber wir sind gut vorbereitet.” Die Frankfurter Festhalle ist für Sawade ein ganz besonderer Austragungsort: “Ich bekomme schon immer Gänsehaut, wenn ich daran denke, weil es ist wirklich eine ganz außergewöhnliche Wettkampfhalle. Ich denke auch, dass die Zuschauer das sehr genießen werden.”
Ticketverkauf übertrifft Erwartungen
Und die werden zahlreich zur Rhythmischen Sportgymnastik strömen. Für das Finalwochenende ist die Festhalle bereits ausverkauft. Knapp 4.000 Zuschauer werden dann in der traditionsreichen Arena mitfiebern. “Wir hatten uns als Ziel 20.000 Besuchende gesetzt, sind jetzt bei fast 19.000 verkauften Tickets. Das ist ein richtig toller Zuspruch”, freut sich Organisations-Chef Torsten Weiß im FFH-Gespräch.
Auch rund um die Wettkämpfe viel geboten
Für die Qualifikationen am Mittwoch und Donnerstag sind allerdings noch Tickets erhältlich. Genauso wie für ein zusätzliches Highlight am Samstagabend: Die WM-Show “Wonderful World of Gymnastics” mit zahlreichen Acts aus Sport und Tanz. Und es wird noch mehr geboten rund um die WM, berichtet Weiß: “Wir haben an allen Veranstaltungstageneine eine Fanzone auf dem Vorplatz der Festhalle mit vielen Mitmachangeboten - kostenfrei zu betreten.”