Vor Heimspiel gegen Bielefeld - Schuhen: "Sind in der Bringschuld"
Nach dem bitteren 0:3 in Kaiserslautern hagelte es klare Worte von Darmstadt 98 Trainer Florian Kohfeldt - und noch mehr Frust von den eigenen Fans. Kapitän Marcel Schuhen erklärt, warum die Lilien die Kritik zu Recht einstecken mussten. Nun soll am Freitag gegen Arminia Bielefeld die Trendwende eingeleitet werden.
Nur wenige Tage nach der bitteren Pleite in Kaiserslautern geht für den SV Darmstadt 98 bereits der Blick auf das nächste Ligaspiel: Am Freitag empfangen die Lilien Arminia Bielefeld im heimischen Böllenfalltor. Kapitän Marcel Schuhen sieht darin eine Chance statt einer zusätzlichen Belastung: „Ich freue mich darauf, weil wir dann die Leistung von Kaiserslautern ausbügeln können.“ Nach dem 0:3-Auswärtsdebakel ist die Ausgangslage denkbar klar - die Mannschaft steht unter Zugzwang.
Bringschuld liegt beim Team
Nach dem Spiel in Kaiserslautern hatten enttäuschte Fans die Mannschaft aus der Kurve weggeschickt - eine Reaktion, die Schuhen nachvollziehen kann: „Das schmerzt mich. Und es ist trotzdem völlig akzeptabel für mich.“ Klar sei: Diesmal ist die Mannschaft in der Bringschuld, nicht die Fans.
Böllenfalltor als Faktor
Für Schuhen ist das Heimspiel gegen Bielefeld genau der richtige Moment, um in Vorleistung zu treten. Seine Überzeugung: Liefert die Mannschaft eine überzeugende Leistung ab, wird das Stadion mitgehen und die Fans werden wieder hinter dem Team stehen. Die komplette Mannschaft sei voll auf diese Aufgabe fokussiert.
Trainer-Kritik nach FCK-Spiel
Nach der Niederlage vom Wochenende hatte Trainer Florian Kohfeldt der Mannschaft die nötige Ernsthaftigkeit abgesprochen - Schuhen gab ihm dabei ausdrücklich recht: „Grundsätzlich hat der Trainer jedes Recht gehabt, uns nach dem Spiel zu kritisieren, weil das keine gute Leistung von uns war.“ Auch am Tag danach habe es eine klare Ansprache gegeben, allerdings nicht mehr zum Thema Ernsthaftigkeit.
Schuhen: "An die eigene Nase fassen"
Schuhen beschönigt die Tabellensituation nicht: "Es ist erstmal wichtig, dass wir nur einen Punkt haben. Das heißt, wir wollen Punkte holen." Am Ende zähle für die Fans vor allem das Ergebnis, so der Kapitän. Die Lösung beginne deshalb bei jedem Einzelnen im Kader: "Das fängt bei jedem Einzelnen an, sich erstmal an die eigene Nase zu fassen."
Klare Spielidee als Fundament
Trotz der Schwächephase betont der Kapitän, dass die Mannschaft an ihrer unter Kohfeldt entwickelten Spielidee festhält, die in der Vergangenheit meist gut funktioniert habe. Nur beim Auftritt in Kaiserslautern seien vereinbarte Aufgaben nicht umgesetzt worden. Für das Bielefeld-Spiel gelte deshalb: jeder muss seinen Job wieder konsequent erfüllen. Die Mannschaft sei "total intakt" und arbeite genau daran.