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Energiepauschale, E-Rezept und mehr: Das ändert sich zum 1. September

Energiepauschale, E-Rezept uvm. - Das ist alles neu ab September

© dpa

Rezept per App einlösen: Überall in Deutschland möglich ab dem 1. September 2022. 

Mit dem 1. September endet auch die dreimonatige 9-Euro-Ticket-Phase. Die Politik will allerdings über ein Nachfolger-Modell diskutieren. Außerdem müssen Apotheken ab sofort elektronische Rezepte annehmen, die per App auf euren Smartphones erscheinen und für jeden Angestellten gibt’s 300 Euro Energiepauschale. Das sind die wichtigsten Änderungen im September 2022 im Überblick.

300 Euro Energiepauschale

Im September wird allen einkommenspflichtig Angestellten ein 300 Euro-Bonus ausgezahlt, die sogenannte Energiepreispauschale, die für etwas Entlastung in Zeiten von immens hohen Energiepreisen sorgen soll. Allerdings: Die Sonderzahlung vom Arbeitgeber muss versteuert werden. Ihr bekommt sie zusammen mit eurem Gehalt ausgezahlt. Wer selbstständig ist, dem wird die Einkommenssteuer-Vorauszahlung einmalig um 300 Euro gesenkt. Minijobber und Azubis kriegen die Energiepauschale auch. Wieviel ihr im Endeffekt Netto davon habt, hängt von eurer Steuerklasse, dem Status und davon ab, ob ihr Kinder habt, oder nicht.

Apotheken müssen E-Rezepte annehmen

Die Pilotphase lief schon länger, aber ab dem 1. September 2022 müssen Apotheken überall in Deutschland E-Rezepte annehmen. Ärzte können das E-Rezept digital signieren und über eine Plattform verschlüsselt auf eure kostenlose E-Rezept-App übertragen. Die App wird vorher von eurer Krankenkasse freigeschaltet. Im nächsten Schritt wird das Rezept dann an die Apotheke eures Vertrauens weitergeleitet und die Angestellten dort können sich sofort darum kümmern. Ist das Medikament nicht vorrätig? Ihr bekommt eine Nachricht. Ist es abholbereit? Auch darüber werdet ihr in der App informiert.

Das 9-Euro-Ticket ist Geschichte

Drei Monate lang hieß es: Mit Bus und Bahn quer durch Deutschland und das für monatlich nur 9 Euro. Als Teil des Entlastungspakets hatte die Bundesregierung Impulse setzen wollen. Am 31. August kann das 9-Euro-Ticket letztmalig genutzt werden. Laut einer Umfrage von „Statista“ wünschen sich 43 Prozent eine Fortführung in der jetzigen Form, 27 Prozent sind für eine Fortführung zu etwas höheren Ticketpreisen. 15 Prozent können auf das 9-Euro-Ticket verzichten und weitere 15 Prozent fänden es gut, wenn man den ÖPNV kostenlos nutzen könnte.

Tatsächlich beschäftigt sich die Politik mit einem Nachfolgemodell, muss allerdings auch im Blick haben, dass der ÖPNV in Deutschland nicht die Qualität hat, damit jeder, egal ob in der Stadt oder auf dem Land, vom 9-Euro-Ticket profitieren kann.

Sollte es das 9-Euro-Ticket weiterhin geben?

Nach 3 Monaten ist Schluss mit dem 9-Euro-Ticket. Bist du dafür, dass das Modell beibehalten wird? 

Ja, das 9-Euro-Ticket ist super!

Ja, das 9-Euro-Ticket ist super!

Ich bin dafür - wenn es günstiger wird

Ich bin dafür - wenn es günstiger wird

Nein, das 9-Euro-Ticket bringt mir nichts

Nein, das 9-Euro-Ticket bringt mir nichts

Amazon Prime wird teurer

Ab dem 15. September hebt Amazon Prime seine Preise an. Statt 69 Euro jährlich müssen Jahresabonnenten dann 89,90 Euro zahlen. Wer monatlich zahlt, wird mit 8,99 Euro statt wie bisher 7,99 Euro zur Kasse gebeten. Studenten zahlen dann monatlich 4,49 Euro oder 44,90 Euro pro Jahr. Ausschlaggebend für die erste Zahlung des erhöhten Mitgliederbeitrags ist der Zeitpunkt, an dem bei euch jährlich abgebucht wird. Wurde beispielsweise schon im Juli abgebucht, wird der erhöhte Preis auch erst im Juli 2023 bei euch eingezogen.

Maximal 19 Grad am Arbeitsplatz

Im Rahmen der Energiesparverordnung gelten ab dem 1. September folgende Dinge – und zwar für die nächsten sechs Monate:

  • Büros dürfen auf maximal 19 Grad geheizt werden
  • Die max. 19 Grad Raumtemperatur gelten auch für Kinos, Hotels, Supermärkte, Bars, Restaurants, Veranstaltungsorte, Museen, Theater, Friseure, Baumärkte, Drogeriemärkte, Fitnessstudios, Verwaltungs- und Gerichtsgebäude oder Rathäuser
  • Gebäude und Baudenkmäler dürfen bei Dunkelheit nicht mehr angestrahlt werden, wenn die Beleuchtung aus ästhetischen Gründen wäre
  • Leuchtreklame und Schaufenster müssen ab 22 Uhr ausgeschaltet werden
  • Selbstöffnende Ladentüren müssen schneller schließen, damit die Wärme aus dem Innenraum nicht so schnell entweichen kann. Geschäfte, deren Türen ständig offenstehen, müssen dafür sorgen, dass die Türen schließen und öffnen
  • Steht im Mietvertrag, dass die Räume eine gewisse Mindesttemperatur haben müssen, ist diese Klausel für die nächsten sechs Monate ausgesetzt
  • Private Pools oder Whirlpools dürfen nicht mehr mit Gas und Strom geheizt werden
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