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Energie sparen in Hessen: Weniger Licht für Straßen und Gebäude

So sparen hessische Orte Strom - Weniger Licht für Straßen und Gebäude

Nicht nur wir daheim machen uns Gedanken um den kommenden Winter und wollen Strom sparen - auch die hessischen Städte und Gemeinden tun das. Und da ist Licht ein großes Thema. In einer FFH-Stichprobe haben unsere Reporter in vielen hessischen Gemeinden nachgefragt: Wie sparen die Städte Strom? Was haben sie vor und was ist schon umgesetzt?

Darmstadt

Schon früh hat Darmstadt beschlossen die Beleuchtung des Hochzeitsturms auszuschalten, um Energie zu sparen. Seit August wird das Wahrzeichen der Stadt und Weltkulturerbe nicht mehr angestrahlt.

Griesheim

Jährlich rund 6000 kWh Strom will die südhessische Gemeinde sparen, indem die Beleuchtung reduziert wird. Seit Mitte Oktober werden bereits einige Straßenbeleuchtungen außerhalb der geschlossenen Ortschaften zwischen 22:30 und 6 Uhr ausgeschaltet. Auch die Werbetafeln am Nordring, in der Georg-Büchner-Straße und der Theodor-Heuss-Straße werden nicht mehr angestrahlt. Außerdem sollen einzelne Leuchten im Stadtgebiet auf 50 Prozent der Leistung gedimmt werden. Hierzu laufen derzeit allerdings noch Gespräche.

Odenwaldkreis

Auch viele Schlösser und Burgen liegen derzeit im Dunkeln. Zum Beispiel die Burg Breuberg, der Kirchturm neben dem Bad Königer Schloss und das Schloss Erbach 

Dunkler als gewohnt: Der Frankfurter Römer wird zur zeit nicht mehr angestrahlt

Frankfurt

Die Stadt knipst knapp 2500 Lampen, Leuchter und Strahler aus um Energie zu sparen. Dabei geht es vor allem um sogenannte Illuminations-Leuchten, also Lampen die nur zur Verschönerung, nicht aber der Sicherheit dienen. Das betrifft die Beleuchtung an den Brücken aber auch viele Strahler am Mainufer und auf Plätzen. Auch die 33.000 Straßenlaternen der Stadt sollen soweit es möglich ist, gedimmt werden.

Hanau

Die Straßenlaternen in Hanau verfügen bereits über einen "Energiesparmodus", in dem sie weniger hell leuchten. Bisher wurde dieser Modus ab 23 Uhr aktiviert - um mehr Strom zu sparen werden die Laternen jetzt schon um 21 Uhr heruntergeregelt.

Region Fulda

Konkrete Pläne die Beleuchtung zu reduzieren gibt es in den osthessischen Städten zur Zeit nicht. Allerdings haben viele bereits in den letzten Jahren weitgehend auf energiesparende LED-Beleuchtung umgestellt oder sind gerade dabei umzustellen. Und Fulda spart als Sternenstadt schon länger an unnötiger Beleuchtung. Der Dom wird zum Beispiel schon seit Jahren nur noch reduziert beleuchtet.

Heidenrod

Etwas stromspartechnisches hin- und her gab in Heidenrod im Rheingau-Taunus-Kreis: Zuerst wurde die Straßenbeleuchtung ab 22.30 Uhr bis 5:30 Uhr ganz abgeschaltet. Dann der kleine Schritt zurück: Der Gemeindevorstand hat jetzt beschlossen: Von 20 bis 01:00 Uhr werden die Laternen zukünftig runtergedimmt und nur noch von 01:00 Uhr bis 04:30 Uhr ganz ausgeknipst.

Gießen

Ein großes Maßnahmenpaket hat der Landkreis Gießen beschlossen. So soll die Straßenbeleuchtung in allen Städten und Gemeinden zwischen Mitternacht und sechs Uhr morgens abgeschaltet werden. Lediglich an besonders wichtigen Stellen, wie zum Beispiel Fußgängerüberwegen bleiben die Lichter an. Kirchen und Denkmäler werden diesen Winter nicht angestrahlt und auch die Weihnachtsbeleuchtung soll reduziert werden. Die Verwaltungsgebäude sollen zwischen Heiligabend und Neujahr komplett geschlossen bleiben, so dass in dieser Zeit Strom und Heizkosten gespart werden können. Außerdem soll in Verwaltungen und Sporthallen überprüft werden, ob alte Geräte, wie zum Beispiel Kühlschränke, ausgeschaltet oder durch neuere Modelle ersetzt werden können.

Während Schloss Wilhelmshöhe aus Sicherheitsgründen weiter beleuchtet ist, wurde die Außenbeleuchtung des Herkules abgeschaltet.

Kassel

Auch in Kassel ist es derzeit etwas dunkler, als in den vergangenen Jahren. Die Stadt hat seit dem 1. August die Außenbeleuchtung der Rathaus-Fassade und von anderen Gebäuden des Stadtkonzerns ausgeschaltet. Auch andere "Effektbeleuchtungen" im öffentlichen Raum wurden eingestellt. Und auch der Herkules wird nicht länger beleuchtet.

Korbach

In Korbach startet die Weihnachtsbeleuchtung dieses Jahr eine Woche später als sonst - und sie wird auch eine Woche früher wieder abgeschaltet. Außerdem soll auf die Aufstellung einiger beleuchteter Weihnachtsbäume in der Innenstadt verzichtet werden. "Auch wenn wir für unsere Gebäude, die Straßen- und auch die Weihnachtsbeleuchtung bereits seit vielen Jahren aus Wasserstoff gewonnenen Naturstrom benutzen, wollen wir möglichst weiter einsparen", so Korbachs Bürgermeister Klaus Friedrich.

Marc Adler

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Marc Adler

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