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WhatsApp-Daten im Netz aufgetaucht: Millionen Handynummern geklaut

Vorsicht vor Betrugsmaschen - Massiver Datenklau bei WhatsApp

© Symbolbild dpa

Großes Datenleck bei WhatsApp.

Hacker haben offenbar fast 500 Millionen Telefonnummern von WhatsApp-Nutzern erbeutet. Darunter sollen sich auch über 6 Millionen Nummern von deutschen Nutzern befinden. Diese könnten zukünftig für Betrugsversuche genutzt werden.

Ein Paket, das angeblich die Telefonnummern von fast einer halben Milliarde WhatsApp-Nutzern aus 84 Ländern enthalten soll, wird derzeit im Darknet zum Kauf angeboten, das berichtet das US-Portal Cybernews. Das entspräche fast einem Fünftel aller aktiven WhatsApp-Nutzer.

Eine unmittelbare Gefahr für die Betroffenen besteht nicht, die erbeuteten Daten könnten es Kriminellen aber in Zukunft erleichtern, Opfer für Betrugsversuche zu finden. Denn immer wieder wird der Chat-Dienst genutzt, um Geld zu erbeuten.

Zwei Betrugsversuche in Hessen

Aktuell berichtet die Polizei Eschwege von einem Fall aus Neu-Eichenberg. Hier hatten Täter eine 60-jährige Frau kontaktiert und sich als deren Tochter ausgegeben. Sie hätte eine neue Handynummer, unter der sie ab sofort erreichbar sei. Anschließend überredeten sie die Frau, rund 4500 Euro für angebliche offene Rechnungen zu überweisen. In einem weiteren Fall hatte eine 58-jährige Frau per PayPal rund 1000 Euro überwiesen. Die Ausführung der Überweisung konnte aber noch rechtzeitig gestoppt werden.

Folgende Tipps helfen euch und euren Verwandten, nicht Opfer eines solchen Betrugs zu werden:

  • Generell misstrauisch bleiben. Vor allem, wenn sich vermeintliche Verwandte unter einer neuen Nummer melden.
  • Im Zweifel immer noch einmal unter der alten Nummer oder im persönlichen Gespräch rückversichern.
  • Die Täter versuchen häufig Druck aufzubauen. Zum Beispiel wegen einer angeblichen Notlage. Auf jeden Fall Ruhe bewahren.
  • Den Tätern keine weiteren persönlichen Daten verraten und nicht auf Gesprächstricks reinfallen. Denn die Täter können durchaus clever vorgehen. Ein Beispiel aus einem anderen Fall: "Mama, ich habe eine neue Nummer!" - "Oh, welcher Sohn bist du denn?" - "Na rat mal: Wer ist wohl so tollpatschig, dass ihm das Handy ins Wasser fällt ;-)"
  • Keine Überweisungen alleine aus dem Chatverlauf heraus tätigen. Lieber noch einmal persönlich sprechen.
  • Ein kaputtes Handy ist kein Grund für eine neue Mobilnummer. Im Normalfall kann man die alte Nummer auch mit dem neuen Gerät weiternutzen.
  • Sprecht mit euren Eltern, Großeltern und Verwandten über derartige Betrugsmaschen
Marc Adler

Autor
Marc Adler

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