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Glatteis-Warnung für Hessen: Schulausfälle am Montag

Glatteis-Warnung für Hessen - Schulausfälle am Montag

Winterwetter in Hessen
© Jörg Halisch/dpa

Kinder rodeln am Hang des Jagdschloss Platte.

Am Montag droht in Hessen weiterer Schnee und gefährliches Glatteis. Was hat das für Auswirkungen auf den ersten Schultag nach den Ferien?

Der erste Arbeits- und Schultag nach den Winterferien startet in Hessen und weiteren Bundesländern mit Glatteis. In der Nacht zum Montag ziehen von Westen her Niederschläge auf. Zunächst schneit es – mit Neuschneemengen zwischen einem und drei Zentimetern, im Bergland können es bis zu 5 Zentimeter sein.

Später geht der Schnee in gefrierenden Regen über. Der DWD warnt vor "erheblicher Glatteisgefahr". Am Montagmittag ziehen die Niederschläge ostwärts ab. Aus Südwesten kommt aber bereits neuer Regen, der besonders ab dem Nachmittag im Bergland erneut gefrieren kann.

Erste Schulausfälle für Montag gemeldet

Am Montag ist der erste Tag nach den Winterferien in Hessen. Wegen der Wetterlage haben bereits erste Schulen den Präsenzunterricht gestrichen. In NRW sind sogar alle Schulen betroffen.

Aktuelle Schulausfälle in Hessen und Umgebung im Überblick

In Hessen liegt die Entscheidung, ob die Schule ausfällt, bei den jeweiligen Schulleitern, die dann die Lehrer und über vorher festgelegte Kommunikationswege die Eltern und Schüler informieren.

Wir helfen dabei, möglichst viele Betroffene schnell zu erreichen, indem wir Schulausfälle auf unserer Webseite und in der FFH-App veröffentlichen. Gründe für einen Schulausfall können gefährliche Wetterlagen, Probleme im Schulgebäude, ein Wasserrohrbruch oder ein Heizungsausfall sein.

In großen Teilen Hessens können die Straßen Montagfrüh (12.01.) spiegelglatt sein (Symbolbild).
© dpa

In großen Teilen Hessens können die Straßen Montagfrüh (12.01.) spiegelglatt sein (Symbolbild).

Glatteis-Warnung für die Regionen Darmstadt, Gießen, Kassel - außerdem für Mainz in Rheinland-Pfalz. Unnötige Fahrten sollten vermieden werden.

Der Deutsche Wetterdienst (DWD) hat für Montag (12.01.) eine Unwetterwarnung vor Glatteis für Teile Hessens herausgegeben. "Es besteht hohe Glättegefahr", teilte der DWD mit. Die Warnung ist Stufe drei von vier. Es bestehe "Gefahr für Leib und Leben durch plötzlich überfrierende Nässe oder plötzlich gefrierenden Regen". 

Die Warnung gilt in Hessen für die Regierungsbezirke Darmstadt, Gießen, Kassel - und außerdem für Mainz in Rheinland-Pfalz. Gefährlich ist es von Montag 5.00 Uhr bis 20.00 Uhr. 

Der DWD rät, den Aufenthalt im Freien und Fahrten zu vermeiden und das Verhalten im Straßenverkehr anzupassen. Es seien Beeinträchtigungen auf allen Verkehrswegen bis hin zu Sperrungen und Schließungen zu erwarten. Autofahrer sollten möglichst volltanken und Decken und warme Getränke mitführen.

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Gab es am Wochenende Auswirkungen auf den Verkehr?

Bei Korbach im Landkreis Waldeck-Frankenberg stieß ein 38 Jahre alter Mann mit seinem Auto auf winterglatter Fahrbahn mit einem anderen Auto zusammen und starb. Der 38-Jährige kam mit seinem Auto auf der Kreisstraße ins Schleudern und sei dadurch auf die Gegenfahrbahn geraten, teilte die Polizei mit. Eine 53-Jährige wurde schwer verletzt.

Bei einem Frontalzusammenstoß zweier Autos auf einer Landstraße im Landkreis Hersfeld-Rotenburg wurde ein Mensch verletzt. Als Unfallursache geht die Polizei von Schneeverwehungen aus. Dadurch könnte eines der Fahrzeuge auf die Gegenfahrbahn geraten sein.

In Eichenzell (Landkreis Fulda) fuhr ein Autofahrer bei winterlichen Straßenverhältnissen gegen eine Schlossmauer. Wie die Polizei berichtete, kam der 31-Jährige aus Künzell unmittelbar vor dem Schloss Fasanerie "aufgrund unangepasster Geschwindigkeit bei winterglatter Fahrbahn" nach links von der Fahrbahn ab und kollidierte mit der Schlossmauer sowie einem Zufahrtstor.

Bei Hofen (Kreis Limburg-Weilburg) fuhr ein 25-Jähriger am Samstag gegen ein Verkehrsschild. "Trotz vorsichtiger Fahrweise" habe er auf der vereisten Fahrbahn die Kontrolle über seinen Pkw verloren, berichtete die Polizei.

 

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"Traumhafte Bedingungen" in Wintersportgebieten

Für die Wintersportgebiete in Willingen und an der Wasserkuppe wurde das Wetter am letzten Ferienwochenende winterlich. "Es hat in der Nacht ein bisschen geschneit", sagte der Sprecher des Skigebiets Willingen am Samstag. "Im Moment sind wirklich traumhafte Bedingungen. Es ist auch richtig was los."

Ein Sprecher der Wiegand Erlebnisberge GmbH, die die Ski- und Rodelarena an der Wasserkuppe betreibt, sagte: "Wir haben guten Betrieb." Der Panoramalift sei geöffnet und auch der Schlittenlift laufe. "Wir hatten kein Wetterchaos. Wir hatten ganz normales Winterwetter", sagte der Sprecher.

Am Hoherodskopf im Vogelsberg öffnete am Sonntag die Rennwiese in der Ski- und Rodelarena. Dank 30 Zentimetern Neuschnee könne der Betrieb ab 10 Uhr laufen. "Ob auf Skiern, dem Schlitten oder einfach zum Schneespaß – die frische Schneedecke sorgt für beste Bedingungen und winterliches Vergnügen."

Frankfurt setzt auf weiteren Kältebus

Wegen der niedrigen Temperaturen setzt die Stadt Frankfurt an diesem Wochenende einen zweiten Kältebus ein. Es würden zwar genügend Schlafplätze für obdachlose Menschen angeboten – aber viele wollten oder könnten das Angebot nicht annehmen, sagte der Pressesprecher des Sozialdezernats der Stadt Frankfurt.

Der zweite Kältebus wird in den Nächten zum Sonntag sowie zum Montag unterwegs sein. Regulär fährt ein Kältebus zwischen Mitte Oktober und Ende Mai durch die Stadt.

 

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