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Grönlandproteste: Dänemark gegen Trumps Übernahmepläne

Konflikt um Arktisinsel - Demonstrationen in Dänemark gegen Trumps Grönlandpläne

Grönland-Konflikt - Protest in Kopenhagen
© Emil Helms/Ritzau Scanpix Foto via AP/dpa

Die Menschen in Kopenhagen machen ihre Solidarität mit Grönland deutlich.

In Dänemark und auf Grönland versammeln sich die Menschen, um gegen die Übernahmepläne von US-Präsident Donald Trump zu demonstrieren. Auch US-Parlamentarier ergreifen das Wort.

Tausende Menschen haben am Mittag in Kopenhagen und weiteren dänischen Städten gegen die Grönlandpläne von US-Präsident Donald Trump demonstriert. "Die Botschaft aus Kopenhagen ist laut und deutlich. Grönland ist keine Handelsware", sagte Oberbürgermeisterin Sisse Marie Welling dänischen Medien zufolge.

Auf dem Rathausplatz waren etlichen Grönland- und Dänemarkfahnen zu sehen. Die riesige Arktisinsel, die Trump für die Sicherheit der USA übernehmen will, ist Teil des Königreichs Dänemarks. "Grönland steht nicht zum Verkauf", war auf einem Schild der Demonstranten zu lesen. In Aarhus sagte Bürgermeister Anders Winnerskjold dem Sender DR, Grönland sei "nicht allein".

Auch auf der Arktisinsel selbst sind heute Demonstrationen gegen die US-Politik geplant. "Wir fordern die Achtung des Selbstbestimmungsrechts Grönlands und die Achtung des grönländischen Volkes. Dies ist nicht nur ein Kampf für Grönland, sondern auch für die ganze Welt", hatte Poul Johannesen, Initiator der grönländischen Bürgerinitiative "Hände weg von Kalaallit Nunaat", zur Ankündigung der Demonstration auf Grönland gesagt.

Grönland-Konflikt - Protest in Kopenhagen
© Emil Helms/Ritzau Scanpix Foto via AP/dpa

In Kopenhagen versammelten sich Demonstranten.

US-Parlamentarier wollen mit Rubio sprechen

Vor dem Start der Kopenhagener Demo bekräftigten mehrere US-Parlamentarier ihre Unterstützung des Widerstands gegen Trump. "Grönland ist Teil Dänemarks, und Dänemark ist ein Nato-Verbündeter", sagte der demokratische Senator Chris Coons während einer Pressekonferenz in der dänischen Hauptstadt. "Meiner Meinung nach sollte damit diese Diskussion beendet sein."

Trump hatte wiederholt gesagt, dass die Vereinigten Staaten das größtenteils von Eis bedeckte Grönland übernehmen wollen. Trump begründet dies mit einer Bedrohung durch China und Russland in der Region. Ländern, die gegen sein Vorhaben eintreten, drohte er zuletzt mit Strafzöllen.

Grönland-Konflikt - US-Pressekonferenz in Kopenhagen
© Ida Marie Odgaard/Ritzau Scanpix Foto via AP/dpa

Eine Gruppe US-Parlamentarier ist nach Dänemark gereist.

Coons bezeichnete die Aussagen als "nicht konstruktiv". Die derzeitige Behandlung Dänemarks könnte der Beziehung beider Länder nachhaltig schaden. Wie könne den USA vertraut werden, wenn der Nato-Verbündete Dänemark im Stich gelassen werde, fragte der den Bundesstaat Delaware vertretende Coons. Die Delegation kündigte an, mit US-Außenminister Marco Rubio Kontakt aufnehmen zu wollen.

Die elf US-Parlamentarier, die nach Dänemark gereist waren, versuchten zu verdeutlichen, dass Trumps Vorhaben in den USA auch auf Widerstand stoße. Zwar gehörten zu der Gruppe nur zwei Vertreter von Trumps republikanischer Partei. Dies sei aber kein Zeichen dafür, dass sich die Republikaner in Gänze nicht für das Thema interessierten oder schon für eine Seite entschieden hätten, sagte die republikanische US-Senatorin Lisa Murkowski.

Erkundungsmission mit Bundeswehrsoldaten

Auf Grönland waren am Freitagabend Soldaten und weitere Militärangehörige aus europäischen Nato-Staaten um Deutschland eingetroffen. Das Bundeswehr-Team und seine Verbündeten sind für eine Erkundungsmission vor Ort und sollen nach Angaben des Verteidigungsministeriums in Berlin Bedingungen für gemeinsame Militärübungen prüfen - mit dem Ziel, für mehr Sicherheit zu sorgen. Unter anderem Norwegen, Schweden, Finnland, Großbritannien, Frankreich und die Niederlande schicken Teams.

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