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RMV: 2800 Baustellen sorgen für Probleme

Probleme im Rhein-Main-Gebiet - RMV erwartet dieses Jahr 2.800 Baustellen

Mit mehr als 2.800 Bahn-Baustellen rechnet der Rhein-Main-Verkehrsverbund in diesem Jahr. Was das für die Fahrgäste bedeutet.

Rund 2.500 Bahn-Baustellen haben vergangenes Jahr für viele Probleme im Gebiet des Rhein-Main-Verkehrsverbunds (RMV) gesorgt. 

Zahl der Baustellen steigt stark an

Auch 2026 brauchen die Fahrgäste viel Geduld, denn der RMV erwartet noch einmal 300 Baumaßnahmen mehr als im Vorjahr. Es müsse erneut mit erheblichen Beeinträchtigungen des Angebots gerechnet werden, erklärt der Verkehrsverbund. 

Modernisierung rund um Mainz

Darunter befinden sich große Projekte wie die Modernisierung der Bahn-Infrastruktur rund um Mainz, die bereits für ein eingeschränktes Angebot etwa bei der S8 und der S9 verantwortlich ist. Ab Juli bis in den Dezember hinein steht zudem die Generalsanierung der rechten Rhein-Strecke ab Wiesbaden an. Dies wird Auswirkungen nicht nur auf das Rhein-Main-Gebiet, sondern bis nach Nordhessen haben, wie der Verkehrsverbund NVV bereits mitgeteilt hat.

Situation für Fahrgäste "nicht einfach"

Die Baustellen zahlten langfristig auf eine höhere Qualität ein, sagt RMV-Geschäftsführer Knut Ringat. Je mehr Baustellen abgeschlossen würden, desto besser werde das Angebot. Kurzfristig sei die Situation für die Fahrgäste aber nicht immer einfach. Die Deutsche Bahn habe angekündigt, Baustellenmanagement und Kommunikation zu optimieren. Es müsse geordnet, abgestimmt und geplant zugehen, fordert Ringat.

Feste Haltestellen für Ersatzbusse

Um es Fahrgästen leichter zu machen, auch im Fall von Baustellen oder Störungen weiterzukommen, plant der RMV feste Haltestellen für Ersatzbusse an allen Bahnhöfen, um die oft nervenaufreibende Suche danach zu verhindern. In Rüsselsheim sei dies bereits umgesetzt.

Verlässlichere Auskunft bei Störungen

Auch an einer besseren Auskunft arbeitet der Verkehrsverbund, ab diesem Jahr soll die zugrunde liegende Datenplattform optimiert werden. Ab nächstem Jahr soll eine eigene Leitstelle entstehen, die auch bei Großstörungen eine verlässliche und umfassende Information sicherstellen soll. 

Entspannung beim Personalmangel 

Hauptgrund für Verspätungen war 2025 das überlastete Schienennetz, wie Ringat sagt. An einer Stellschraube sei erfolgreich gedreht worden: Probleme mit Personalmangel sowohl bei Fahrern und Fahrerinnen als auch in den Stellwerken seien angegangen und zum großen Teil gelöst worden - dies werde sich positiv auf Pünktlichkeit und Zuverlässigkeit auswirken. Rund 13 Prozent der S-Bahnen und rund 16 Prozent der Regionalbahnen erreichten 2025 ihr Ziel nicht pünktlich - gezählt wird dies ab sechs Minuten Verspätung. Fast jede zehnte Regionalbahn und rund elf Prozent der S-Bahnen fielen den Zahlen zufolge aus.

Weniger Tarife sollen Angebot vereinfachen

Der RMV arbeitet an einfacheren Tarifen, wie Ringat erklärt. Dies müsse noch politisch beschlossen werden. Angedacht seien neben den deutschlandweiten und landesweiten Flatrates wie Deutschlandticket oder Schülerticket nur noch sechs RMV-Tickets: Einzel-, Tages- und Monatskarten jeweils verbundweit oder auf kommunaler Ebene. Derzeit gebe es 100 verschiedene Tickets. Als "RMV In/Out" wird seit Dezember in der App RMVgo die Möglichkeit angeboten, sich automatisch den Fahrpreis für einzelne Fahrten berechnen zu lassen. Die Buchung eines Tickets ist damit nicht mehr nötig. Das Angebot der App soll zudem erweitert werden, sodass künftig beispielsweise auch Carsharing-Angebote gebucht und bezahlt werden könnten. 

Digitale Möglichkeiten werden erweitert

Auch ein neues digitales Hintergrundsystem soll Vereinfachungen für Fahrgäste bringen. Damit könnten beispielsweise Jobtickets künftig in der App abgespeichert werden. Bei dem System mit dabei sind die Verkehrsunternehmen in Hessen und der nordhessische NVV. Der Zulauf zum ÖPNV hält unterdessen an: Der RMV erreichte einen Rekord bei den beförderten Fahrgästen. 839 Millionen Fahrten wurden in den Bussen und Bahnen des Verbundgebiets 2025 registriert - das waren elf Millionen mehr als im Vorjahr.

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