Elefant kann nicht aufstehen - Feuerwehreinsatz im Kronberger Opel-Zoo
Angst um Elefantenkuh im Opel-Zoo: Nachdem die Feuerwehr ihr beim Aufrichten geholfen hat, geht es dem Tier wieder gut. "Glücklicherweise ist "Lilak" so wie sie immer war", sagte Zoodirektor Thomas Kauffels am Tag nachdem das Tier umgefallen war.
Der 3,7 Tonnen schwere Elefant war am Montagmorgen plötzlich umgekippt und konnte nicht mehr aus eigener Kraft aufstehen. Mit 55 Jahren sei "Lilak" für Afrikanische Elefanten sehr alt, so Kauffels. Wie es zu dem Sturz kam, ist weiterhin unklar. "Wir können uns anhand der Überwachungsvideos nicht erklären, warum die "Lilak" überhaupt auf die Seite gefallen ist."
Milch für fremdes Kalb
Besonders wichtig war die Rettung, weil es nicht nur um "Lilak" ging: Sie säugt ein fremdes Kalb, wie der Zoodirektor erklärte. Auslöser war die Geburt der kleinen "Kaja". Der kleine Elefant war zwar von einer anderen Elefantenkuh geboren worden – aber seitdem nahm "Lilak" die Führungsposition in der Herde ein.
“Kaja” bei Rettungsaktion dabei
Dadurch wurde sie auch zur Bezugsperson des jungen Tiers. ""Lilak" hatte noch nie selbst ein Junges, ihr ist aber mit dem fremden Kalb die Milch eingeschossen", erklärte Kauffels. Während der Rettungsaktion war "Kaja" dabei, zog sich aber später zurück, wie die Feuerwehr berichtete.
Elefant konnte nicht alleine aufstehen
Aufzeichnungen der Überwachungskameras hätten gezeigt, dass der Dickhäuter bereits um 5.20 Uhr auf die Seite gefallen war und danach nicht wieder aufstand. Auch gutes Zureden und Leckereien von Pflegern und einer Tierärztin konnten nichts ausrichten.
Schnelle Hilfe nötig
Eile war in diesem Fall geboten, denn durch das Eigengewicht der Tiere könne die Funktion ihrer Organe im Liegen eingeschränkt werden. Daher würden Elefanten in der Regel auch im Schlaf nur wenige Stunden liegen.
Luftkissen und Feuerwehrschläuche helfen beim Aufstehen
Die Feuerwehr Kronberg hatte mit einem großen Luftkissen die liegende Elefantenkuh zunächst stabilisiert. Vorsichtig umgelegte Löschwasserschläuche hatten dem Tier anschließend dabei geholfen, sich wieder aufzurichten.
Dank an die Feuerwehr
Zoodirektor Thomas Kauffels zeigte sich danach erleichtert und dankbar für den Einsatz. "Ohne die technischen Möglichkeiten und die Erfahrung der Feuerwehr wäre eine solche Herausforderung für uns nur schwer zu meistern", erklärte er. "Nun hoffen wir, dass sich "Lilak" schnell wieder erholt."
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