Mega-Deal in Karben: Warum die Stadt das Conti-Gelände kauft
Mega-Deal in Karben - Warum die Stadt das Conti-Gelände kauft
Es sei eine der wichtigsten Entscheidungen in der Geschichte von Karben, sagt Bürgermeister Guido Rahn: Die Stadt kauft das 122.000 Quadratmeter große Continental-Gelände - für einen zweistelligen Millionenbetrag. Was dahinter steckt.
Zum einen geht die Stadt diesen Schritt, um Jobs zu sichern. 200 Arbeitsplätze der Conti-Tochter Aumovio würden am Standort bleiben, heißt es in einer Mitteilung. Es sei ein langfristiger Mietvertrag ausgehandelt worden.
Stärkung der Wirtschaft
Zum anderen soll die Wirtschaft vor Ort gestärkt werden - indem Unternehmen und Innovation auf dem Gelände angesiedelt werden. Wichtig: Man wolle keine Firmen aus der Logistik, sondern aus dem Bereich der Produktion - denn das schaffe Arbeitsplätze, erklärt Rahn bei einem Rundgang.
XXL-Gelände ist quasi verwaist
Dieser Vor-Ort-Termin zeigt: Auf dem Areal ist gerade kaum etwas los. Die großen Parkplätze, die Gänge im Gebäude und die Kantine sind quasi verwaist. “Gespenstisch”, sagt der Bürgermeister im Gespräch mit unserem Reporter und betont, an diesem Anblick schnell etwas ändern zu wollen.
Große Zustimmung im Stadt-Parlament
Das Karbener Parlament hatte dem Kauf, der zum 1. Juli über die Bühne gehen soll, mit großer Mehrheit zugestimmt. Die Stadt sei bereits mit drei Unternehmen im Austausch, die Interesse an einer Anmietung der Flächen hätten. Konkret handele es sich um zwei Karbener Firmen, die sich vergrößern wollen, sowie ein Unternehmen aus der Region, berichtet Rahn.
“Schnell weitere Arbeitsplätze ermöglichen”
Jetzt soll es laut Bürgermeister zügig weitere Gespräche geben, “um möglichst schnell weitere Arbeitsplätze auf dem ehemaligen Continental-Gelände zu ermöglichen.” Ziel sei, bis zum Jahresende bis zu 80 Prozent der Fläche vermietet zu haben.
Sparmaßnahmen in Karben
Der Autozulieferer Continental hatte seinen einstigen Vorzeige-Standort in Karben mit mehr als 1.000 Beschäftigten zusammengespart und die Produktion Ende des vergangenen Jahres geschlossen.
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